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Neue OZ: Kommentar zu Energie
Atom
Bundesregierung

Osnabrück (ots) - Die Zähne gezeigt

Die Kanzlerin zeigte den Energieriesen gestern die Zähne - gelächelt hat sie dabei nicht. Die Art und Weise, wie Angela Merkel im Rahmen ihrer Energiereise im Emsland beim Besuch des Kernkraft- und Gaskraftwerks auftrat, machte eines deutlich: Bei der Frage der Ausrichtung der künftigen deutschen Energieversorgung lässt sie sich von niemandem unter Druck setzen. Auch nicht von den großen deutschen Stromkonzernen. Der mehr als flüchtige Händedruck, den Merkel RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann bei der Begrüßung im Kernkraftwerk Emsland in Lingen gewährte, sagte mehr als tausend Worte.

Natürlich spielt die Atomenergie als Brückentechnologie in ihren Überlegungen eine Rolle - aber sicherlich nicht die Hauptrolle. Klar wurde gestern auch: Bei einer Abgabe der Stromkonzerne allein zur Haushaltskonsolidierung des Bundes wird es nicht bleiben. Die Unternehmen werden für eine verlängerte Laufzeit ihrer Atomreaktoren einen Zusatzbeitrag für den Ausbau der erneuerbaren Energien leisten müssen.

Wie breit das Emsland bei der Energieerzeugung bereits aufgestellt ist, blieb der Regierungschefin gestern nicht verborgen. Ob Atomstrom, Gas, Windenergie oder Stromgewinnung aus Biomasse: Die Region hat im Energieland Niedersachsen eine Vorreiterfunktion übernommen. Der notwendige Energiemix in Deutschland ist zwischen Papenburg und Salzbergen bereits realisiert.

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