Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Umwelt
Plastiktüten
Grüne

Osnabrück (ots) - Der Griff zur Alternative

Was kann jeder Einzelne für eine so umfangreiche, schwierige und den Erdball umspannende Aufgabe wie den Umweltschutz tun? Eine ganze Menge, überall, zu jeder Zeit, im Haushalt wie in der Wahl des Verkehrsmittels und im täglichen Konsum. Daher ist das Ziel der Grünen, Plastiktüten beim Einkauf zu besteuern, begrüßenswert. Eine Abgabe von bis zu 25 Cent pro Stück hätte lenkende Wirkung: Schon heute verzichten viele auf die Kunststofftüte. Lassen noch mehr von ihr, schont das die Ressource Öl und belastet die Umwelt weniger intensiv. Die Alternativen zur Plastiktüte sind vielfältig und überzeugend: das mehrmalige Nutzen ebendieser, die Stofftragetasche oder der Rucksack. Auch wiederverwertbare, stabile Papiertüten, wie sie in etlichen Supermärkten der USA anzutreffen sind, haben eine bessere Ökobilanz als die Kunststoffvariante. Wenn der Lebensmittelhandel noch dazu endlich den Willen zeigte, Einpacker an Kassen zu engagieren, würde der Service steigen und die Arbeitslosigkeit sinken.

Doch obwohl Fachpolitiker von SPD, FDP, Grünen und Linken die Beutelsteuer als richtiges Mittel erkennen, wird es ein solches Gesetz kaum geben. Für die breite Masse von Union und Liberalen kommt das nicht in die Tüte. Bundesumweltminister Norbert Röttgen, ein CDU-Mann, hat hier die Verantwortung, politisch zu handeln und so seinen Beitrag für die Natur zu leisten.

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Neue Osnabrücker Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren: