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Osnabrück (ots) - Mit Lüge aufgeräumt

How long must we sing this song?", schmetterte die irische Rockband U2 einst in ihrem Hit "Sunday Bloody Sunday" wütend in die Popwelt hinaus. Jetzt müssten Bono und seine Musiker dieses Lied nicht mehr singen. Die Angehörigen der 14 Todesopfer des Blutsonntags von Londonderry im Jahre 1972 haben endlich Antwort bekommen. Auf die Frage nämlich, wer für das Massaker verantwortlich ist, bei dem unschuldige katholische Demonstranten, teils Jugendliche, erschossen wurden.

Der Untersuchungsbericht räumt mit der Lüge auf, die britische Armee habe damals in Notwehr gehandelt. Dass sich der britische Premier David Cameron umgehend im Namen der Regierung entschuldigt, ist ein hoffnungsvolles Zeichen. Endlich kehren Gerechtigkeit und Wahrheit in das düsterste Kapitel zwischen Protestanten und Katholiken ein. Der "Bloody Sunday" löste in den Folgejahren eine Welle der Gewalt in Nordirland aus.

Wird dieses nationale Trauma überwunden, werden die Toten rehabilitiert und die Täter zur Verantwortung gezogen, steigen die Chancen für eine echte Aussöhnung. "We can be as one", sangen U2 im Refrain ihres Liedes: "Wir können eins sein."

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