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Neue OZ: Kommentar zu EU
Estland
Euro

Osnabrück (ots) - Junges Vorbild

Willkommen im Club! Wohl kein Staat hat derart vorbildlich und eindeutig seine Euro-Tauglichkeit bewiesen wie das vergleichsweise junge EU-Mitglied Estland. Dabei ist eine Tatsache schon bemerkenswert: Nun entscheiden ausgerechnet viele europäische Regierungen über die Aufnahme, die selbst finanz- und wirtschaftspolitisch wesentlich schlechter dastehen. Während viele andere Staaten seit langer Zeit über ihre Verhältnisse leben, zeigten sich die Balten bisher sehr diszipliniert.

Wenn die Esten im kommenden Jahr ihre Kronen zugunsten des Euro umtauschen wollen, beweisen sie damit auch ihr großes Vertrauen in die Gemeinschaftswährung - allen Turbulenzen der jüngsten Zeit zum Trotz. Faktisch jedoch ist der Euro sowieso schon da, weil die Kronen daran gekoppelt sind.

Beim Schuldenstand und den Staatsdefiziten sind Estlands Werte mustergültig - aufpassen muss die Regierung in Tallinn dagegen bei der Inflation. Vor einigen Jahren heizte das lehrbuchartig hohe Wirtschaftswachstum die Geldentwertung derart an, dass Estland das Ziel verschob, bereits 2007 den Euro einzuführen. Jetzt sieht es besser aus. Daher heißt es unwiderruflich: tschüss Kronen.

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