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Neue OZ: Kommentar zu Verbraucher
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Osnabrück (ots) - Alles hat seinen Preis

Nach der jüngsten Veröffentlichung der Stiftung Warentest könnte man zum Schluss kommen, es ist egal, was auf dem Teller landet. Schließlich lautet das Fazit der Tester, Bionahrung sei gleichauf mit konventioneller Kost, allerdings oft wesentlich teurer.

Ein genauer Blick in den Bericht bewahrt indes vor voreiligen Reaktionen - und vor ideologischen Schaukämpfen zwischen Öko-Landbau und konventioneller Landwirtschaft. Denn die Prüfer haben zwar den Mythos Bio ein wenig zurechtgestutzt.

Zugleich aber zeigen die Tester einige Vorteile von Ökonahrung auf, die über reine Prüfkriterien wie Geschmack und Aussehen hinausgehen: Bio ist immer noch die größtmögliche Garantie, dass sich im Essen keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln befinden. Außerdem kann, wer Bio serviert, von einer umweltgerechten Bewirtschaftung ausgehen. Schließlich bleiben Verbraucher, die beim Griff ins Supermarkt-Regal das Bio-Siegel bevorzugen, von vielen Zusatzstoffen verschont.

Das alles heißt aber eben nicht - und das ist das Verdienst der Tester -, dass konventionell erzeugte Ware ungesund oder gar unbekömmlich ist. Im Gegenteil. Der Bio-Check der Warentester ist daher vor allem als Denkanstoß zu begreifen. Jeder Einzelne muss für sich eine Entscheidung treffen, welche Art von Lebensmittel-Produktion und Umgang mit Acker und Tieren er für sinnvoll hält. Das hat zuweilen seinen Preis.

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