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Neue OZ: Kommentar zu Nordkorea

Osnabrück (ots) - Grauen vor dem Nichts

Mag das wilde Waffen-Gefuchtel Nordkoreas noch so bedrohlich aussehen - es wird, von einzelnen brutalen Attacken abgesehen, eine Schattenübung bleiben. Denn die Stalinisten-Riege um Kim Jong Il bekommt einen Krieg nur um den Preis der Selbstvernichtung.

Zwar unterhält sie, gemessen an der Bevölkerung, eine der größten Armeen der Welt. Aber total unterlegen an Feuerkraft, Schutz, digitalisierter Operationsführung, Beweglichkeit und Luftmacht, wäre diese Truppe im Angriff innerhalb von Tagen aufgerieben.

Nun mag selbst dies einem Regime schnuppe sein, das im Luxus schwelgt, während die Bevölkerung hungert. Aber das Grauen vor dem Nichts wird die Machthaber zügeln.

Auf Hilfe von außen dürfen sie nicht bauen. China mag sie als Puffer zur in Südkorea geballten US-Militärmacht hätscheln. Doch nur Stabilität nützt China, gewiss kein gigantisches Gemetzel an seiner Grenze mit unabsehbaren Folgen.

Der direkte Weg, die Kriegsgefahr im geteilten Korea abzukühlen, führt deshalb über Geschlossenheit und Härte - für Südkoreaner, Chinesen, Amerikaner und im Hintergrund auch für Japaner und Europäer. Davor wird Nordkorea einknicken. Es hat keine andere Wahl.

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