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Neue OZ: Kommentar zu Industrie
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Osnabrück (ots) - Risiko

Eine gewaltige Summe: Die Strafe gegen die KME-Gruppe wegen verbotener Preisabsprachen ist höher als der Jahresumsatz der meisten Unternehmen in Niedersachsen. Stellt sich die Frage, warum sich eine Firma überhaupt diesem Risiko aussetzt? Entweder ist es die reine Profitgier oder aber der Versuch, ein Unternehmen besser durch wirtschaftlich schwierige Zeiten zu bringen. Eine Antwort darauf wird es für die Öffentlichkeit wohl nie geben.

Denkbar ist jedenfalls beides: Kupfer war und wird immer stärker Gegenstand für Börsen-Spekulationen. Die Folge sind ernorm schwankende Rohstoffpreise. Welcher Wunsch liegt da für einen Kupfer verarbeitenden Betrieb näher, als mit Preisabsprachen mehr Sicherheit herstellen zu wollen? Trotzdem bleibt es verboten.

Dass die Mammut-Strafe überhaupt keine Auswirkungen auf die Arbeitsplätze haben soll, bleibt zu hoffen. Es ist aber kaum zu glauben. Schließlich fehlen KME jetzt einige Millionen, die andernfalls in neue Maschinen oder in Personal investiert worden wären. Und das wiederum schwächt die Wettbewerbsfähigkeit.

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