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Neue OZ: Kommentar zu junge Mütter

Osnabrück (ots) - Das soziale Umfeld ist wichtig

In Niedersachsen leben überdurchschnittlich viele junge Mütter. Allein diese Tatsache ist nicht besorgniserregend: Eine 40-Jährige kann ebenso mit einem Kind überfordert sein wie eine 16-Jährige. Entscheidend sind vielmehr andere Faktoren, etwa die Motivation für ein Kind.

Wenn etwa eine junge Frau versucht, mit einem Baby die heile Familie zu erzwingen, die sie nie hatte. Wenn eine Jugendliche Mutter werden möchte, weil sie ja eh keinen Ausbildungsplatz kriegt. Oder wenn eine Minderjährige durch den Nachwuchs den Partner an sich binden will: Dann jagt im schlimmsten Fall eine Krise die nächste.

Die Vernachlässigung des Kindes, die Überforderung der Mutter, kaum Chancen, sich wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren oder ein hohes Armutsrisiko können Folgen sein - die später die Gesellschaft ausbügeln muss. Wichtig ist daher, dass ein stabiles soziales Umfeld die Entscheidung eines Mädchens für ein Kind auffangen kann. Dass es Eltern und Freunde oder eben Beratungsstellen gibt, an die sich die minderjährigen Mütter wenden können. Damit nicht nur die Kinder, sondern auch die Frauen eine Chance haben, sich zu entwickeln. Wenn diese Faktoren stimmen, steht auch einer jungen Mutterschaft nichts im Wege.

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