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Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen
Toyota

Osnabrück (ots) - Fazit: Weiter aufpassen

Nach grottenschlechten Zahlen im vorletzten Geschäftsjahr hat Toyota jetzt erst einmal die Wende geschafft. Konzernchef Akio Toyoda kann nach einem turbulenten Jahr mit oft negativen Schlagzeilen aufatmen. Sein Kniefall in den USA vor dem Ausschuss, der die mysteriösen Gaspedal-Unfälle untersucht, hat sich gelohnt. Nach einem Einbruch bei den Zulassungszahlen ziehen die Verkäufe wieder leicht an. Toyota erkauft sich dies in den USA mit horrenden Werbeausgaben und Nachlässen, die vor allem Neukunden Vorteile bringen.

Was die Rückrufaktionen von mehr als acht Millionen Fahrzeugen den weltweit größten Autobauer kosten werden, steht noch in den Sternen. Einschließlich Werkstattarbeit, Umsatzeinbußen und Kosten für womöglich verlorene Prozesse in den USA wegen der Gaspedal-Unfälle kommen bestimmt zehn Milliarden Euro zusammen. Da sind die gut 400 Millionen, die Toyota jetzt als Gewinn ausweist, schnell aufgebraucht.

Was bleibt als Fazit für den Riesenkonzern, der jahrzehntelang allen Konkurrenten als Maßstab für Qualität und Top-Organisation galt? Die Japaner müssen aufpassen, beim Image nicht noch weiter abzusacken. Potenzielle Kunden registrieren jetzt jeden Fehler doppelt. Gebrauchtwagenkunden werden sensibel, die Preise fallen. Der Wettbewerb freut sich nur hinter verschlossenen Türen, denn auch ihn kann morgen ein Mega-Rückruf ereilen - mit allen Folgen.

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