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Neue OZ: Kommentar zu Landtag
Regierung
Özkan

Osnabrück (ots) - Chance und Risiko

Als Christian Wulff vor einer Woche sein runderneuertes Kabinett präsentierte, herrschte eitel Sonnenschein. Jetzt, bei der Vereidigung des Ministerquartetts, verdüsterte der unbedachte "Kreuzzug" von Aygül Özkan ein wenig das Bild. Zweifellos ist die Verpflichtung der türkischstämmigen Sozialministerin ein gelungener Schachzug. Özkan könnte nicht nur die immer wichtiger werdende Gruppe der Migranten verstärkt an die Christdemokraten binden, sondern auch - zum Ruhme Wulffs - bundesweit Furore machen.

Allerdings stellt die 38-Jährige wohl auch ein gewisses Risiko dar. Özkan ist ein Großstadtkind, dem einige Befindlichkeiten im Flächenland Niedersachsen offenkundig fremd sind. Hier wird sie Einarbeitung benötigen und auch Sensibilität walten lassen müssen. Ein großer Gewinn zu werden verspricht schon jetzt Johanna Wanka. Wie kompetent die neue Wissenschaftsministerin ist, zeigte sie gleich gestern mit einer beeindruckenden Auftaktrede.

Auch Kultusminister Althusmann darf zugetraut werden, die in seinem Ressort enormen Herausforderungen zu meistern. Zurückhaltung ist dagegen noch bei der neuen Agrarchefin Grotelüschen angebracht. Dass sie sich auf diesem Feld bislang keinen Namen gemacht hat, muss aber ihre Fähigkeiten nicht schmälern.

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