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Neue OZ: Kommentar zu Affären
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Missbrauch
Mixa

Osnabrück (ots) - Die Wahrheit muss ans Licht Nur zu gern wird Walter Mixa in Talkshows eingeladen, und zwar, weil er polarisiert. Oft genug hat der Augsburger Bischof mit seinen provozierenden Äußerungen die Diskussion belebt und immer wieder für Empörung gesorgt. Auch innerkirchlich ist der konservative Oberhirte deswegen höchst umstritten. Nahezu alle anderen katholischen Bischöfe in Deutschland bevorzugen maßvollere, abwägendere, differenziertere Töne. Aber war Walter Mixa auch ein Prügel-Pfarrer? Heftige Vorwürfe von fünf früheren Heimkindern, unterlegt mit eidesstattlichen Erklärungen, stehen im Raum. Das Bistum Augsburg dementiert sogleich. Das Ordinariat kündigt jedoch nicht eine sorgfältige Prüfung der Vorfälle an, sondern erst einmal zivil- und strafrechtliche Schritte. Auf jeden Fall muss die ganze Wahrheit ans Licht. Was seinerzeit im Schrobenhausener Kinder- und Jugendheim wirklich vorgefallen ist, können am besten die Gerichte als neutrale Instanz klären, und das möglichst bald. Derzeit aber gilt für den Augsburger Bischof die Unschuldsvermutung. Entweder sind die Vorwürfe gegen Mixa eine reine Verleumdung, oder aber sie stimmen tatsächlich. Im ersten Fall wäre eine Entschuldigung fällig, im zweiten Fall jedoch - auch im Interesse der katholischen Kirche - der Rücktritt des Bischofs. Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207 Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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