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Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen
Kabel Deutschland
Börsengang

    Osnabrück (ots) - Wichtiges Signal

    Der erste größere Börsengang seit Ausbruch der Finanzkrise ist geglückt - damit war nicht unbedingt zu rechnen. Denn Kabel Deutschland erfüllt nicht gerade die Idealvorstellungen von Aktionären. Im Gegenteil: Verluste im vergangenen Geschäftsjahr, Schulden und vorerst keine Dividendenzahlungen sind Kennzeichen, die stark an die abenteuerlichen Zeiten des Neuen Marktes erinnern. Zudem will der Hauptaktionär, der Finanzinvestor Providence, das an der Börse eingesammelte Kapital komplett in die eigene Tasche stecken und seine restlichen Anteile später zu höheren Kursen versilbern - eine riskante Strategie.

    Wohl um dieses Vorhaben nicht zu gefährden, kamen die Papiere zu einem Preis am unteren Ende der Zeichnungsspanne auf den Markt. Das indes war eine kluge Entscheidung, die gestern durch Notierungen leicht oberhalb des Ausgabepreises belohnt wurde. Zugleich hat der Mut des Kabelnetzbetreibers ein wichtiges Signal gegeben: Institutionelle wie Privatanleger sind wieder bereit, ihr Geld in zukunftsfähige Unternehmensideen zu investieren. Ein gutes Omen für alle weiteren Börsengänge.

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