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Neue OZ: Kommentar zu Kirchen
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Osnabrück (ots) - Dritter Weg in Gefahr Kirchen und Wohlfahrtsverbände zählen zu den größten Arbeitgebern in Deutschland - und dürfen bestimmte Angelegenheiten selbst regeln. Kein Wunder, wenn es die Gewerkschaften seit Langem wurmt, dass sie draußen bleiben müssen in evangelischen und katholischen Kliniken, Alten-, Pflege- und Behindertenheimen. Seit Jahren gilt der dritte Weg, auf den gerade Dienstgeber in der Kirche verweisen. Legt der Arbeitgeber beim ersten Weg einseitig die Bedingungen fest, gelten beim zweiten Weg Tarifverträge. Beim dritten Weg suchen alle einvernehmlich nach Lösungen, gerade weil sie den gleichen religiösen Zielen verpflichtet sind. Arbeitskämpfe, Aussperrungen und Streiks passen dazu nicht. So lautet zumindest das Ideal. Die Erfahrung zeigt, dass sich der dritte Weg bewährt und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit geschaffen hat, sofern die Arbeitgeber die Belange ihrer Mitarbeiter im Blick haben. Doch in den letzten Jahren hat sich die Lage verschärft: Im Gesundheits- und Sozialmarkt weht ein kälterer Wind, denn private Betreiber können mit Altenheimen und Kliniken viel Geld verdienen. Wer konkurrenzfähig bleiben will, hat es schwer. Doch der Verzicht auf Streiks wird sich nur durchhalten lassen, wenn kirchliche Arbeitgeber sich fair verhalten - und auf Lohndumping verzichten, um Vorteile im Wettbewerb zu bekommen. Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207 Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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