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Neue OZ: Kommentar zu Bundesregierung
Ausländer
Integration

Osnabrück (ots) - Qualifizieren, integrieren Maria Böhmer hat mit ihrem Vorstoß ein allgegenwärtiges Thema in den Mittelpunkt gerückt. Oder sollte man besser sagen: ein gärendes Problem? Die vielfältige Resonanz auf die Forderung der Integrationsbeauftragten zeigt jedenfalls, dass sich viele Gruppen angesprochen fühlen. In zahlreichen Gesellschaftsbereichen und Berufen leben und arbeiten Menschen mit Migrationshintergrund. Das ist gut. Ihnen aber bloß mittels eines festgelegten personellen Anteils den Zugang zum Job zu verschaffen ist abwegig und macht sie letztlich zu Arbeitnehmern zweiter Klasse. Zwar will Maria Böhmer, wie sie sagt, gar keine Migrantenquote im öffentlichen Dienst etablieren. Da sei sie missverstanden worden, beeilt sie sich zu versichern. Aber ihre Forderung nach einem höheren Zuwandereranteil ist ja nichts anderes - es ist nur anders ausgedrückt. Doch kein Bewerber ist lediglich durch seine Herkunft oder Hautfarbe für einen bestimmten Beruf besonders geeignet. Eine Quote - oder, wie Böhmer es formuliert: die angemessene Erhöhung des Migrantenanteils - würde dies aber unterstellen. Es liegt zwar nahe, Menschen mit Migrationshintergrund besondere Integrationsfähigkeit zu attestieren. Letztlich darf aber nur die Qualifizierung entscheiden. Zuwanderer müssen bessere Chancen bekommen, hier zu punkten. Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207 Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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