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Neue OZ: Kommentar zu Afghanistan
Bundeswehr
Käßmann
Guttenberg

Osnabrück (ots) - Ehrlicher Dialog nötig Barack Obama, US-Präsident und Friedensnobelpreisträger, UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und der UNO-Sicherheitsrat mögen sich irren. Genauso, wie deutsche Politiker und Generäle, die den Afghanistan-Einsatz mit zu verantworten haben. Sie alle liegen falsch, glaubt man den Worten der Bischöfin Margot Käßmann. "Nichts ist gut in Afghanistan", hatte die EKD-Ratsvorsitzende behauptet und einen schnellen Truppenabzug gefordert. Aber können sich 70 Prozent der rund 25 Millionen Muslime am Hindukusch täuschen, die ihr Land auf dem richtigen Weg sehen, wie eine Umfrage ergab? Die daran glauben, dass ihre Kinder eine bessere Zukunft haben werden - ohne die Terrorherrschaft von Taliban und El Kaida? Verteidigungsminister zu Guttenberg hat diplomatisches Geschick gezeigt, indem er das Gespräch mit der Bischöfin suchte. Und wenn aus dem vereinbarten Dialog zwischen Kirche und Militär eine ehrliche Debatte über Friedenseinsätze und Abzugspläne erwachsen würde, umso besser. Von einer Exit-Strategie sprechen übrigens alle, auch Militärs, die keinen Tag länger als nötig in Kabul bleiben wollen. Doch die einen wollen abziehen, wenn die Mission erfüllt ist, die anderen eher sofort. Obama jedenfalls will Afghanistan nicht im Stich lassen - auch zum besseren Schutz des Westens vor dem Terror der Kaida. Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207 Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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