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Neue OZ: Kommentar zu Konjunktur
Autobranche

    Osnabrück (ots) - Zeiten des Aufruhrs

    Dies sind Schicksalsjahre der Autoindustrie. Es geht um mehr, als mit immer neuen Modellen des alten Prinzips aufzutrumpfen. Die Branche hat einen Zusammenbruch hinter sich, und der war nicht bloß Folge der Wirtschaftskrise, sondern auch einer eigenen Blindheit für die Bedürfnisse der Zukunft. Die Autowelt kann sich nicht einfach hinstellen und so tun, als wäre nichts gewesen.

    Sie wird es in Detroit trotzdem versuchen - auch wenn eigene Ausstellungsbereiche für Elektroautos schon auf das hindeuten, was vor ihr liegt. Die Branche liebt sich zu sehr, um nicht ausgiebig zu frohlocken, weil nach der Wirtschaftskrise das tiefste Tal durchfahren scheint. Worauf es aber ankommen wird, ist ein neues Selbstverständnis. Gerade bei den amerikanischen Autobauern.

    Wer wird in Zukunft welche Art von Autos kaufen? Und wer wird sie bauen? Welche Folgen hat es, dass China der größte Markt geworden ist? Antworten wird es jetzt noch nicht geben. Aber die Fragen werden bestimmend sein für eine Branche, die ihre Richtung für das 21. Jahrhundert erst finden muss. Als Ort der Kommunikation kann Detroit Teil dieses Prozesses werden - wenn die Branche nicht der Verführung erliegt, sich ausschließlich selbst zu feiern.

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