Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Agrar
Lebensmittel

Osnabrück (ots) - Bald ist Ende mit billig Die dauerhaft niedrigen Lebensmittelpreise sind eine schlechte Nachricht für die Verbraucher. Wenn die Erzeuger von Milch, Kartoffeln und Fleisch auch im nächsten Jahr keine deutlich besseren Preise erwarten dürfen, werden weitere Höfe sterben - auch und gerade bei uns in Niedersachsen. In der Region gibt es noch viele kleine Familienbetriebe, in denen Landwirte mit kleinen Beständen großen Wert auf eine Tierhaltung legen, die über den gesetzlichen Vorgaben liegt. Wer so produziert, ist teurer als Milch- und Hähnchenfabriken im Ausland. Diese Familienbetriebe kämpfen schon seit Jahren ums finanzielle Überleben. Mit konstant niedrigen Preisen verschlechtert sich ihre Situation weiter. Denn die Kosten für Maschinen, Gebäude und Futtermittel steigen weiter. Viele dieser Betriebe werden im nächsten Jahr aufgeben. In den Discountern werden deshalb die Regale nicht leerer werden. Immer mehr Billigprodukte schließen die Lücke. Deutschland wird bei der Versorgung seiner Bürger immer abhängiger von Milch aus den Niederlanden, Fleisch aus Polen und Masthähnchen aus Rumänien. Wenn diese Entwicklung weitergeht, werden bald nur noch wenige Massentierhalter die Preise in den Supermärkten diktieren. Mit den kleinen Höfen stirbt der Wettbewerb. Dann ist Ende mit billig - weil der Verbraucher sparen wollte. Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207 Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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