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Neue OZ: Kommentar zu Terrorismus/ Luftfahrt

    Osnabrück (ots) - Sicherheit hat ihren Preis

    Gemach. Der versuchte Terroranschlag auf ein Passagierflugzeug bei Detroit hätte verheerende Folgen haben können. Aber dies ist kein Grund, jetzt hektisch die Gesetzesmaschinerie anzuwerfen.

    Vorschriften allein verhindern kein Attentat. Auch bringt es nicht automatisch mehr Sicherheit, wenn Behörden über eine Unmenge an persönlichen Daten verfügen. So lagen im Fall Detroit Informationen über den Terroristen vor. Es nützte nichts: Der inzwischen verhaftete Nigerianer durfte trotzdem in die USA einreisen. Beim Einchecken in Amsterdam wurde der Mann nicht einmal besonders sorgfältig kontrolliert.

    Dies zeigt: Eine Patentlösung für mehr Sicherheit im Flugverkehr gibt es nicht. Stattdessen muss an vielen Stellschrauben gedreht werden: Zuallererst einmal mehr gut ausgebildetes und technisch bestens ausgestattetes Personal bei den Passagierkontrollen in den Flughäfen. Und zweitens ein effektiverer Austausch von sicherheitsrelevanten Daten. So ist es ein Unding, dass im Fall des Detroit-Attentäters selbst die Warnung des Vaters - eines ehemaligen Ministers und Bankchefs - auf irgendeinem Server folgenlos in der Ablage verschwinden konnte. All dies dürfte Flugreisen langfristig teurer und beschwerlicher machen. Aber Sicherheit hat eben ihren Preis - auch und gerade in der zivilen Luftfahrt.

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