Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Tarife
Gebäudereiniger
Einigung

    Osnabrück (ots) - Richtiger Weg

    Die Gebäudereiniger haben sich höhere Löhne erstreikt, und sie haben eine Anpassung auch verdient. Denn wer anderer Leute Dreck beseitigt, darf nicht mit einem Hungerlohn nach Hause geschickt werden.

    Wichtiger als die Steigerung der Tariflöhne um immerhin bis zu 6,3 Prozent in Ostdeutschland ist die Nachricht, dass die Mindestlöhne angehoben werden sollen. Hiervon profitiert der Großteil der 860000 in der Branche Beschäftigten. Denn die rund 450000 Gebäudereiniger, die in Büros und Wohnungen sauber machen, werden mit dem Mindestlohn abgespeist. Die Steigerung um 40 Cent auf 8,55 Euro im Westen ist auch knapp fünf Prozent mehr wert.

    Bei dem Abschluss haben sich die Tarifpartner ungefähr in der Mitte getroffen. Das entspricht allgemeiner Übung: Häufig überzogenen Forderungen der Gewerkschaft stehen oft lächerliche Gebote der Arbeitgeber gegenüber - hier braucht sich dieses Mal keine Seite zu verstecken.

    Generell auf dem richtigen Weg ist die Branche bei der Angleichung der Löhne in Ost- und Westdeutschland. Denn es ist nach wie vor nicht einzusehen, warum Putzkolonnen in Köln mehr verdienen sollen als ihr Kollegenteam in Kölleda.

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