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Neue OZ: Kommentar zu Koalition
Sachsen

    Osnabrück (ots) - Konjunkturspritze?

    Na bitte, geht doch! Kanzlerin und CDU-Führungspersonal in Berlin können sich vor Freude nicht fassen. Schnell und unspektakulär hat der Sachse Stanislaw Tillich in Dresden eine Koalition aus Union und FDP zusammengezimmert. Das ist die dringend nötige Konjunkturspritze, da bundesweit die schwarz-gelbe Mehrheit bröckelt und auch der TV-Auftritt von CDU-Chefin Angela Merkel gegen SPD-Herausforderer Frank Walter Steinmeier deutlich matter ausfiel als erwartet.

    Weil dazu in CDU-Kreisen gegrummelt wird, dass Biss im Wahlkampf besser ist als Merkels präsidiale Unbestimmtheit, soll der flotte Vollzug in Sachsen nun als Modell herhalten. Das wird nicht funktionieren. Denn in Berlin verfestigt sich die Botschaft, dass die Neuauflage der Großen Koalition ein realistisches Szenario ist.

    Der TV-Wettkampf der Alphatiere aus der Opposition hat gezeigt, wie festgelegt die Möchtegern-Minister Guido Westerwelle und Jürgen Trittin sind. So witzig sich der Freidemokrat und der Grüne kleine Bosheiten zuwarfen, so ernst sind doch ihre Signale: Außer Schwarz-Gelb geht für Westerwelle gar nichts. Und der Grüne bekommt vom Parteivolk außer der Allianz mit der SPD nichts genehmigt. Trittin kann seine Hoffnungen wohl begraben. Westerwelle noch nicht.

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