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Neue OZ: Kommentar zu Twitter-Oper

    Osnabrück (ots) - Zwitscher-Spielchen

    Vor einiger Zeit machten Musiker Schlagzeilen, die in der virtuellen Welt des Online-Spiels "Second Life" Konzerte gaben. Die Aufregung ist längst verflogen. Jetzt schlägt bei Twitter die Kunststunde: So "zwitschern" sich die Internet-Nutzer nun ein Opern-Libretto mühselig in unzähligen Kurznachrichten zusammen - und was erzählt das "Volk"? Bislang Naheliegendes aus dem eigenen Online-Kosmos: Im ersten Akt kidnappen aggressive Vögel (!) den Protagonisten William. Dieser beobachtet von einem Baum aus Passanten, die twittern.

    Wirklich spannend an dem aktuellen Mitmach-Projekt zwischen Theater und neuen Medien wird jedoch die Antwort auf diese Fragen sein: Wird es den Initiatoren am Ende gelingen, aus dem globalen Ideen-Puzzle mit gefühlten 100000 Teilchen ein ernst zu nehmendes Werk herauszufiltern? Oder bleibt es ein kurzes Spielchen mit dem populären Medium?

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