Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Altersarmut

Osnabrück (ots) - Konstruktive Vorschläge Der Sozialverband Deutschland legt den Finger in die Wunde und präsentiert zugleich konkrete Vorschläge zum Schutz vor Armut im Alter. Ob allerdings jede Anregung hilft, ist fraglich. So droht bei Einführung eines zu hohen gesetzlichen Mindestlohns steigende Arbeitslosigkeit - mit Auswirkungen für die Rentenversicherung. Aber das ist eine Detailfrage. Generell sind die Anregungen des Sozialverbands zielführend. Bisher haben nur wenige Menschen hierzulande einen Grund, über eine zu geringe Rente zu klagen. Ältere Menschen sind sogar seltener von Armut betroffen als andere Bevölkerungsgruppen. Aber es ist absehbar, dass Altersarmut in Deutschland auf Dauer gewaltig zunehmen kann. Bedroht sind vor allem drei Gruppen: die Langzeitarbeitslosen, alle, die eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit erhalten und die wachsende Zahl der Geringverdiener. Wer zu einer dieser Risikogruppen gehört, ist gar nicht in der Lage, in die private oder betriebliche Altersvorsorge einzuzahlen. Anders gesagt: Er kann sich nur auf eine Säule der Rentenversicherung stützen: auf die gesetzliche Altersvorsorge. Dass die anderen beiden Säulen für ihn nicht existieren, ist ein Fehler. Er sollte nach der Bundestagswahl korrigiert werden - auch wenn dafür eine höhere Summe aus Steuermitteln nötig ist. Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207 Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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