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Neue OZ: Kommentar zu Twitter-Projekt

    Osnabrück (ots) - Brücke für den ersten Kontakt

    Wir zwitschern euch die Frohe Botschaft: So könnte das Motto der ungewöhnlichen Bibel-Aktion lauten, mit der die Evangelische Kirche mehr bedient als den hippen Medientrend des Twitterns. Das Internet-Gezwitscher schafft ungewohnte Öffentlichkeit und zwingt zu einem neuen Umgang mit dem Text des Buches der Bücher.

    Natürlich wollen wir uns diesen Text nicht als Geschnipsel aus lauter Mini-Extrakten vorstellen. Aber das Prinzip radikaler Reduktion könnte helfen, Sinnkerne herauszuschälen und so auf neue Weise die alte Frage zu beantworten: Um was geht es bei den Geschichten eigentlich, welche die Bibel erzählt? So wäre das Twitter-Projekt eine Brücke für den Erstkontakt. Mehr nicht.

    Denn dieser Umgang mit dem Wortlaut der Bibel hat vor allem für Protestanten auch eine heikle Dimension. Wer nur den Text der Bibel als Quelle der Offenbarung anerkennt, muss mit ihm besonders sorgsam umgehen und ihn vollständig lesen. Darunter geht es eigentlich nicht - mag das Netzgezwitscher auch noch so fröhlich klingen.

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