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Neue OZ: Kommentar zu Verbraucherschutz

    Osnabrück (ots) - Taten statt Worte

    Damit die Festtagsreden der Politiker zum Verbrauchertag keine leeren Versprechungen bleiben, sollten den Worten schnell Taten folgen. Gute Konzepte gibt es genug: Seit Jahren liegt den Politikern der Vorschlag der Verbraucherschützer für eine Ampelkennzeichnung von Lebensmitteln vor.

    Wie von Bundeskanzlerin Merkel jetzt gefordert, erlaubt sie es, sich über ein Produkt leicht lesbar zu informieren. Doch wegen des Widerstands der Lebensmittelindustrie wird die Ampel nicht realisiert. Zu der vom SPD-Vorsitzenden Müntefering geforderten Transparenz auf dem Geldmarkt könnten unabhängige Finanzberater in den Verbraucherzentralen einen wertvollen Beitrag leisten. Doch die Gelder für die Einrichtungen werden seit Jahren zusammengestrichen.

    Die wichtigsten Verbesserungen verdanken die deutschen Verbraucher ohnehin der EU. Man denke nur an die Deckelung der Handytarife und die Entschädigung bei Zugverspätungen. Den wenigen Errungenschaften deutscher Verbraucherpolitik droht jetzt aber ausgerechnet aus Brüssel Gefahr: Die EU-Kommission möchte die Verbraucherrechte europaweit angleichen. Uns könnte das die Widerrufsrechte bei telefonisch geschlossenen Verträgen und das Recht auf kostenlose Rücksendung im Versandhandel kosten.

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