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Neue OZ: Kommentar zu USA
Kuba
Obama

    Osnabrück (ots) - Überfälliger Kurswechsel

    Es sind nur kleine Schritte, die Barack Obama in Richtung der Kubaner geht. Doch können sie der Anfang für Großes sein: das Ende der bald 50-jährigen Eiszeit im Verhältnis zu Havanna, die eng verbunden war mit dem andernorts längst beendeten Kalten Krieg.

    Klar ist: Die mit dem US-Wirtschaftsembargo demonstrierte Härte hat das kommunistische Regime nicht in die Knie zwingen können. Sie diente dem "Máximo Líder" sogar als willkommene Ausrede, wenn er ein ums andere Mal Missstände der Mangelwirtschaft mit Hinweisen auf den Handelskrieg der USA erklären konnte.

    Die Kubaner zu umarmen, statt sie zu isolieren, verspricht dagegen gleich in mehrfacher Hinsicht Gewinn. Erstens werden die künftig freier reisenden Exilkubaner "Botschafter der Freiheit" sein, wie Obama treffend vorausgesagt hat. Zweitens ist dies womöglich ein erster Schritt zur dringend erhofften Erschließung neuer Märkte. Und drittens senden die Vereinigten Staaten damit Signale des Wandels auch an ihre schärfsten Kritiker in Lateinamerika: Plumper Anti-Amerikanismus nach Art des Venezolaners Hugo Chávez wird jedenfalls bei immer weniger Menschen verfangen, wenn Obama weiter auf fairen Interessenausgleich und freien Handel setzt statt auf Konfrontation.

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