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Neue OZ: Kommentar zu Sommerzeit
Umstellung

    Osnabrück (ots) - Endlich abschaffen

    Zeit ist ein kostbares Gut. Das merkt man vor allem dann, wenn sie fehlt. In unserer Hochgeschwindigkeits-Welt kommt das täglich vor. Starre Arbeitszeiten regeln den Tagesablauf, Bahn- und Busfahrpläne geben den Rhythmus vor, Staus im Straßenverkehr oder Schlangen vor der Supermarktkasse klauen kostbare Minuten. Und daheim fordern die Kinder Zeit mit Mama und Papa - zu Recht. Doch wer die freie Verfügbarkeit über seine Stunden verliert, gerät in gesundheitsschädlichen Stress.

    Mit dem Beginn der Sommerzeit wird den Menschen nun zusätzlich eine Stunde geklaut. Oder vielmehr geborgt, denn im Herbst gibt es sie ja zurück. Ein Spielchen, das einem hehren Zweck dienen soll: der Einsparung von Energie. Jedoch haben Studien längst bewiesen, dass das jährlich zweimalige Drehen am Stundenzeiger das Gegenteil bewirkt. Etwa weil an kühlen Aprilmorgen nun früher die Heizung aufgerissen wird. Oder aber die langen Sommerabende dazu verführen, noch eine Spritztour mit dem Auto zu unternehmen.

    Doch nicht nur, dass die Zeitumstellung den Energieverbrauch erhöht. Schlimmer ist: Sie bringt die innere Uhr aus dem Takt und schadet damit nachweislich der Gesundheit von Mensch und Tier. Wie viele Gründe braucht es noch, um die Sommerzeit endlich abzuschaffen?

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