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Neue OZ: Kommentar zu Gesundheit
Ernährung

    Osnabrück (ots) - Guten Appetit

    Das Scheitern der Pläne für die sogenannten Nährwertprofile ist bestimmt nach dem Geschmack der Lebensmittelhersteller. Aber auch dem deutschen Verbraucher muss jetzt nicht der Appetit vergehen.

    Im Gegenteil: Sogar sein geliebtes Vollkorn- und Graubrot kann er wieder unbeschwert genießen. Der Streit um den Salzgehalt im deutschen Brot hatte das Fass in Brüssel wohl zum Überlaufen gebracht. Denn ursprünglich sollte das Brot nicht mehr als ein Prozent Salz enthalten dürfen, um auch künftig als "gesundes" Lebensmittel beworben zu werden. Auch das ist jetzt vom Tisch.

    Eine wissenschaftliche Grundlage gab es für die von der EU angepeilten Grenzwerte ohnehin nicht. Sie wurden rein rechnerisch aus dem Durchschnitt der in den 27 EU-Ländern mit bestimmten gesundheitsbezogenen Aussagen verbundenen Richtwerte gebildet. An der Zuverlässigkeit der Daten und an dem Verfahren selbst darf gezweifelt werden. Ein völlig falscher Schluss wäre es allerdings, die Bemühungen für eine bessere Kennzeichnung von Lebensmitteln jetzt insgesamt auf Eis zu legen.

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