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Neue OZ: Kommentar zu Vertriebene
Stiftung
Steinbach

Osnabrück (ots)

Für Wahlkampf ungeeignet
Zur Versöhnung beitragen, auf keinen Fall neue Gräben aufreißen 
soll das geplante Zentrum gegen Vertreibung. Mit diesem Versprechen 
überwand Kanzlerin Merkel einst polnische Bedenken gegen das lange 
umstrittene Projekt. Schöne Worte - die Wirklichkeit sieht anders 
aus. Ein unüberschaubares Netz von tückischen Gräben gefährdet die 
Umsetzung der Pläne und Beschlüsse. Denn das Thema ist dort gelandet,
wo es nur Schaden nehmen kann: im Wahlkampf.
Das eigentlich Unverantwortliche haben viele zu verantworten. Da 
ist zum einen die oberste Vertriebenenfunktionärin Steinbach, die mit
ihrem Anspruch auf einen Platz im Stiftungsrat persönlichen Ehrgeiz 
über die gute Sache stellt. Zum anderen eine Kanzlerin, die mit Blick
auf die Bundestagswahl und mögliche Vertriebenenstimmen sich nicht 
traut, offen gegenzuhalten, obwohl sie die polnischen 
Empfindlichkeiten sehr gut kennt. Und da ist schließlich eine SPD, 
die genüsslich die Personalfrage hochspielt in der Erwartung, Punkte 
machen zu können.
Das Ergebnis? Das mühsam an allen politischen Klippen 
vorbeigesteuerte Zentrumsprojekt gerät aufs Neue in Gefahr. Die hehre
Absicht der Großen Koalition, in Berlin ein sichtbares Zeichen gegen 
Vertreibungen zu setzen, droht in der Grauzone parteipolitischer 
Rangeleien zerrieben zu werden. Und die empfindlichen Beziehungen zum
östlichen Nachbarn Polen werden einer völlig unnötigen Belastung 
ausgesetzt.

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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