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Neue OZ: Kommentar zu Ernährung
Lebensmittel
Kennzeichnung

Osnabrück (ots)

Signal auf Grün stellen
Zur Regelung des Straßenverkehrs haben sich Ampeln seit Langem 
bewährt. Und es spricht vieles dafür, auch beim Konsum von 
Lebensmitteln mit einer farblichen Kennzeichnung Orientierung zu 
geben. Die Länderverbraucherminister fordern dies, und die Bürger 
würden laut Umfragen ebenso die Nährwert-Ampel zu schätzen wissen. 
Nur Bundesverbraucherministerin Aigner ziert sich noch. Grund ist 
allein der Widerstand der Lebensmittelindustrie.
Der Verbraucher würde die Ampel falsch verstehen, argumentiert die
Wirtschaft. Eine reichlich arrogante Haltung. Es ist dem Bürger sehr 
wohl zuzutrauen, dieses zu begreifen: "Rot" bedeutet nicht, dass das 
Lebensmittel an sich ungesund ist, sondern eben nur sein übermäßiger 
Verzehr. Die britischen Verbraucher jedenfalls haben das verstanden; 
die auf freiwilliger Basis eingeführte Ampel funktioniert auf der 
Insel gut.
Richtig ist, dass eine Verpflichtung zur Ampelkennzeichnung nur 
auf EU-Ebene geregelt werden könnte. Hierfür sollte sich Aigner in 
Brüssel einsetzen. Sie muss den Schlingerkurs ihres Amtsvorgängers 
Horst Seehofer in dieser Frage endlich beenden und das Signal für die
Ampel dauerhaft auf Grün stellen. Je schneller der Wirrwarr um die 
Lebensmittelkennzeichnung beendet wird, desto besser.

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Telefon: 0541/310 207

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