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Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen
Qimonda

    Osnabrück (ots) - Einstürzende Neubauten?

    Die Nachricht von der Qimonda-Pleite ist eine Hiobsbotschaft nicht nur für Dresden, sondern für den gesamten Freistaat Sachsen. Denn der Chiphersteller zählt zu den Vorzeigeunternehmen beim Aufbau Ost, die große Attraktivität entwickelt haben. Fast 44000 Menschen arbeiten in Sachsen inzwischen in der Mikroelektronik. Und nun soll schon wieder Schluss sein mit dem Aufschwung in "Silicon Saxony"? Einstürzende Neubauten anstelle strahlender Leuchttürme? Die Zeichen stehen leider schlecht, wie ein Blick in die Bilanzen der Qimonda-Mutter Infineon zeigt. Diese kämpft mit hohen Verlusten, ebenso wie AMD. Damit sind gleich drei für Sachsen extrem wichtige Unternehmen in Schieflage geraten.

    Besserung ist nicht in Sicht. Denn wieder einmal gibt es hohe Überkapazitäten bei den Herstellern von Speicherchips, und die sich verschärfende Wirtschaftskrise dürfte die Nachfrage zusätzlich drücken. Das Land begibt sich vor diesem Hintergrund auf einen möglicherweise verlustreichen Weg, wenn es weitere Staatshilfen in Aussicht stellt. Doch gibt es angesichts der großen Bedeutung des Stützpfeilers Mikroelektronik für den Industriestandort Sachsen wohl keine Alternative.

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