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Neue OZ: Kommentar zu Film
Stauffenberg-Film

    Osnabrück (ots) - Besser als zehn Weltmeisterschaften?

    Der Stauffenberg-Film wird "das Ansehen Deutschlands mehr befördern als zehn Fußball-Weltmeisterschaften". Das schrieb auf dem Höhepunkt der Debatte der Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck in einem "FAZ"-Essay.

    Nach der Premiere darf man sagen: Es ist etwas dran. Die Kunde vom organisierten, einflussreich besetzten Widerstand gegen Hitler dürfte im Ausland immer noch viele überraschen: Es ist den Nazis also nicht gelungen, jeden Einzelnen hinter sich zu bringen. Nun erfährt das globale Publikum nochmals von dem nur im Symbolischen erfolgreichen Attentat. Und vermutlich hilft gerade die Eindimensionalität des Films dabei, dass die Botschaft hängen bleibt.

    Schafft das uns allen nun ein besseres Ansehen in der Welt? Da ist die WM wohl doch aussagekräftiger. Die Gastfreundschaft im Fußballjahr war eine kollektive Geste; der Mut der Widerständler blieb leider eine grandiose Ausnahmeleistung. Das taugt als Vorbild, aber nicht als Entlastung für alle. Für die USA stimmt von Donnersmarcks Gleichung aus einem ganz anderen Grund. Fußball interessiert da nämlich kaum einen.

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