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Neue OZ: Kommentar zu Ennio Morricone

    Osnabrück (ots) - Leichte Muse - große Kunst

    Allzu gerne wäre er für seine modern komponierte Kammermusik auch nur annähernd so berühmt geworden wie für seine Filmmusiken. Doch das blieb Ennio Morricone bislang verwehrt.

    Die weltweit zahllosen Verehrer seiner wahrlich genialen Soundtracks werden sich über seinen Hader mit sich selbst wundern. Was für ihn anfangs Fingerübung, Broterwerb und nur leichte Muse war, steht für sie als große Kunst da. Unglaublich raffiniert schritt der Italiener etwa für die Italowestern zu Werke. Ausgefallene Instrumente und Geräuscherzeuger kombinierte er zu auf Anhieb elektrisierenden Klängen und Rhythmen. Manchmal trat stolz, schön und packend die Musik als eigentliche Hauptperson eines Films in Aktion - ohne dass man es merkte.

    Das Leben als vitaler und letztlich fröhlicher Rausch, auch in tödlichen Situationen: So vermittelte sich diese Musik in immer neuen, prickelnden Versionen. Morricone hat Millionen von Menschen mit seinem Talent tief berührt und beglückt - darauf kann er stolz sein.

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