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Neue OZ: Kommentar zu Hessen
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    Osnabrück (ots) - Ein Haufen Scherben

    Über den Kurs in der Landespolitik haben die jeweiligen SPD-Landesverbände zu entscheiden. So weit die Theorie, an die sich die Berliner Bundesspitze - nicht unbedingt aus tiefer Überzeugung - auch vor dem Hessen-Desaster hielt. Ob das weiterhin gelten kann, ist allerdings fraglich.

    Denn die hessische SPD steckt in einer Notlage, aus der sie sich aus eigener Kraft kaum befreien kann. Das Klammern an der gescheiterten Andrea Ypsilanti als Spitzenkandidatin ist wohl nur eine Mischung aus Ratlosigkeit und Trotz; oder ein Stückchen Rache nach der Devise, die Landesvorsitzende möge gefälligst die ungenießbare Suppe auslöffeln, die sie der Partei eingebrockt hat. Schadensbegrenzung ist das Gebot der Stunde. Dazu wird es weniger auf die Landes- als vor allem auf die Bundespartei ankommen.

    Deren Vorsitzender Franz Müntefering muss den Scherbenhaufen zusammenkehren - einen mehr, an dem sein Amtsvorgänger Kurt Beck nicht ganz schuldlos ist. Der lieferte mit seinen diffusen Signalen zur Linkspartei das Stichwort, das Ypsilanti nur zu bereitwillig aufnahm und in Verkennung der Realitäten und unter Bruch von Wahlversprechen durchzuboxen versuchte.

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