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OZ: Kommentar zu Hessen
Koalitionen
SPD

    Osnabrück (ots) - SPD als Risiko

    Dass Hessens SPD-Chefin Andrea Ypsilanti nach außen hin Zuversicht verbreitet, verwundert nicht. Aber selbst wenn es beim Zeitplan bleibt und am Dienstag bei der Ministerpräsidenten-Wahl alles glattgehen sollte, wird es kein Traumstart.

    In Umfragen trauen die meisten Befragten eher Roland Koch als Andrea Ypsilanti zu, Hessen voranzubringen. Umstritten ist neben der Duldung durch die Linkspartei auch der Koalitionsvertrag. So können die Pläne den Ausbau der Flughäfen Frankfurt und Kassen-Calden verzögern. Hier hat die SPD klare Zugeständnisse an die Grünen und die Linkspartei gemacht - zu- lasten des Standorts Hessen. Das kann in Zeiten von Globalisierung und Finanzkrise Arbeitsplätze kosten.

    Daher grummeln auch Sozialdemokraten vom pragmatischen Wirtschaftsflügel und aus Nordhessen über die Entscheidungen. Einer der größten Unsicherheitsfaktoren bei der Wahl bleibt für Ypsilanti deshalb die eigene Partei. Die Irritationen der vergangenen Tage lassen Zweifel an der Geschlossenheit aufkommen - auch wegen offenen Unmuts des Ypsilanti-Rivalen Jürgen Walter. So ist fraglich, ob die Koch-muss-weg-Stimmung stärker ist als die Unzufriedenheit. Schon ein Abweichler kann alles zum Scheitern bringen. Erst nach der Wahl am Dienstag weiß Ypsilanti daher mehr.

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