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DGAP-News: AlixPartners Maschinenbaustudie 2016 - Deutsche Maschinenbauer mit guten Zukunftschancen: Weltmarkt wächst weiter - China steigt auf - Digitalisierung treibt die Branche



DGAP-News: AlixPartners / Schlagwort(e): Studie/Marktbericht
AlixPartners Maschinenbaustudie 2016 - Deutsche Maschinenbauer mit guten
Zukunftschancen: Weltmarkt wächst weiter - China steigt auf - Digitalisierung
treibt die Branche

30.11.2016 / 13:11
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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Deutschland und China sind WachstumschampionsWesteuropäische Unternehmen mit
guter AusgangspositionExpansion chinesischer Player schafft neue ChancenDigitale
Transformation sorgt für nachhaltige Veränderungen im
MaschinenbauSoftwarebasierte Produktlösungen auf dem VormarschNeue
Herausforderungen und Chancen durch Additive Fertigung ("3D-Druck")Digitale
Transformation noch immer vor hohen Implementierungshürden

München, 30. November 2016- Bis 2020 werden die Hersteller von Maschinen und
Ausrüstung weltweit weiterhin gute Wachstumsraten von 3% bis 4% erreichen. Der
Großteil dieses Wachstums wird auf Schwellenländer entfallen, die im Jahr 2020
voraussichtlich fast die Hälfte des Gesamtmarkts repräsentieren. China, der
bereits heute mit Abstand wichtigste Markt für die weltweite
Maschinenbauindustrie, wird mit einer jährlichen Rate von 4% bis 5% wohl am
stärksten wachsen. Es ist davon auszugehen, dass unter den Industrienationen
Deutschland das höchste Wachstum aufweisen wird - mit einem durchschnittlichen
jährlichen Zuwachs von knapp 3%. China strebt derzeit eine qualitative
Verbesserung seiner Maschinenbauindustrie an und stärkt sein Digitalisierungs-
und Automatisierungs-Know-how durch Akquisitionen und Partnerschaften vor allem
in den USA und Deutschland. Dies kann deutschen und US-Unternehmen der
Maschinenbaubranche neue Chancen eröffnen. Das sind die Ergebnisse der aktuellen
Maschinenbaustudie des globalen Beratungsunternehmens AlixPartners.


Zu den größten Herausforderungen für Maschinenbauunternehmen weltweit gehört die
digitale Transformation. Die Digitalisierung macht es erforderlich, dass sich
die Unternehmen von der Hardware zur Software umorientieren. Software wird zum
wichtigsten Werttreiber der Branche und ist essenziell für das Servicegeschäft
wie für das Geschäft mit Komplettangeboten. Zudem kommen neue
Produktionstechnologien, die die industrielle Fertigung verändern können, auf
den Maschinenbau zu - vor allem die Additive Fertigung ("3D-Druck") wird
anfangen, die existierende Landschaft lokaler Fertigungsstätten vermutlich
bereits innerhalb der nächsten Jahre nachhaltig zu verändern. Traditionelle
Maschinenbauer sollten auf diese Herausforderungen reagieren. Gerade die
westeuropäischen Unternehmen der Branche sind dafür laut AlixPartners-Studie in
einer ausgezeichneten Ausgangsposition. Sie profitieren von guten Margen,
starken Bilanzen und einem geringen Verschuldungsgrad.


Die große Mehrheit der Maschinenbauunternehmen hat bereits mit der
Transformation zu digitalen Geschäftsmodellen begonnen. Doch viele stoßen auf
hohe Implementierungshürden. Vor allem der Aufbau digitaler Geschäftsmodelle
erweist sich als große Herausforderung. Die Lösung liegt in der richtigen
Kombination aus Strategie, Organisation, Führung und kulturellem Wandel. "Ein
wesentlicher Erfolgsfaktor ist die Geschwindigkeit", sagt Dierk Buss, Director
und Mitglied der Geschäftsleitung bei AlixPartners und Autor der Studie. "Wer
die digitale Transformation als erster erfolgreich bewerkstelligt, kann das
Geschäft in seinem Segment prägen und sich deutliche Vorteile verschaffen."


China und Deutschland führen das Wachstum an
Der weltweite Markt für Maschinen und Anlagen wird laut der Studie von
AlixPartners auch bis zum Ende des Jahrzehnts um durchschnittlich 3% bis 4%
jährlich wachsen. Das bedeutet, dass die Branche ihren derzeitigen Umsatz von
rund 2.600 Milliarden Euro innerhalb der nächsten fünf Jahre auf über 3.000
Milliarden Euro steigern kann. Im Jahr 2020 wird der Wert der in den
Schwellenländern gebauten Maschinen ein Volumen von über 1.400 Milliarden Euro
erreichen und damit fast der Produktion der Industrienationen entsprechen.


Am stärksten wächst der Maschinenbau in China, wo der Markt bis 2020
voraussichtlich um jährlich 4-5% zulegen kann. Von einem niedrigen Niveau
kommend, versechsfachte sich in den letzten zehn Jahren das Volumen, so dass das
Land heute einen Weltmarktanteil von 38% hat. Bis 2020 soll dieser Anteil auf
über 40% wachsen. Dagegen können die klassischen Industrienationen ihre
Produktionsvolumina im Maschinenbau über die nächsten fünf Jahre laut Studie um
circa 2,5% im Jahr steigern - mit Ausnahme Deutschlands, wo ein Wachstum im
Maschinenbausektor von bis zu 3% erreicht werden kann.


"Der Maschinenbau bleibt weltweit eine Wachstumsbranche - wenn auch eine, in der
die asiatischen Player eine immer wichtigere Rolle spielen", sagt
Maschinenbauexperte Dierk Buss. "Ein Standbein in den Schwellenländern, und vor
allem in China, ist inzwischen Pflicht für viele global agierende Unternehmen
der Branche. Die deutschen Maschinenbauunternehmen sind sehr gut positioniert
und können vor allem aufgrund ihres niedrigen Verschuldungsgrads und ihrer
Technologieführerschaft in vielen Bereichen die Herausforderungen meistern, die
digitale Transformation und neue Technologien mit sich bringen. Deutsche und
westeuropäische Maschinenbauunternehmen sind gerade im Vergleich zu ihren
chinesischen und US-amerikanischen Wettbewerbern finanziell häufig kerngesund
und können ihre Liquiditätspolster nutzen, um massiv in die Zukunftsfähigkeit zu
investieren."


Westeuropäer mit guter Startposition
Auf Basis einer umfangreichen Datenbank mit detaillierten Finanzdaten von mehr
als 700 öffentlich gelisteten Maschinenbauunternehmen in den wichtigsten
Industrienationen kommt die Studie zu dem Schluss, dass in den vergangenen zehn
Jahren in China häufig Wachstum den Vorrang hatte, Profitabilität war erst in
zweiter Linie wichtig. Ausgehend von einer niedrigen Basis wuchs der chinesische
Maschinenbau zwischen 2006 und 2014 wesentlich stärker als der Durchschnitt,
jedoch zu Lasten einer sinkenden EBIT-Marge. Diese Entwicklung wird begleitet
von einer vergleichsweise höheren Verschuldung, die für die im Rahmen der Studie
untersuchten chinesischen Maschinenbauunternehmen bei rund 12% des Umsatzes
liegt. Im weltweiten Vergleich hinken die chinesischen Maschinenbauer der
Branche daher in ihrer finanziellen Performance hinterher - EBIT und Rohmargen
liegen deutlich unter dem Durchschnitt.


Ganz anders in Westeuropa: Hier erzielen die in der Stichprobe untersuchten
Maschinenbauer der großen Herstellerländer Deutschland, Frankreich, Italien und
Schweiz gesunde Rohmargen von durchschnittlich 40% und mehr. Allerdings sorgen
die deutlich höheren indirekten Kostenstrukturen der Westeuropäer dafür, dass
sie diese Vorteile nicht in entsprechend höhere Unternehmensgewinne umsetzen
können. So weisen beispielsweise die in der Stichprobe betrachteten deutschen
Maschinenbauer eine im internationalen Branchenvergleich geringe EBIT-Marge von
knapp 7% auf und sind damit vergleichbar mit China. US-amerikanische und
schwedische Unternehmen schaffen es dagegen, durchschnittliche EBIT-Margen um
die 12% zu erwirtschaften, weil sie geringere Vertriebs- und Allgemeinkosten
aufweisen.


Die untersuchten Maschinenbauer aus Schweden, den USA, China und Südkorea sind
im Durchschnitt mit über 11% ihres Umsatzes verschuldet. Das bedeutet, dass sie
künftig nur zögerlich neu investieren können. Deutsche und Schweizer Unternehmen
scheinen dagegen meist über ausreichende Liquiditätspolster zu verfügen.


"Unsere Zahlen zeigen, dass deutsche und Schweizer Unternehmen einerseits
schlanker werden sollten, ihnen aber andererseits der geringe Verschuldungsgrad
die Flexibilität verleihen sollte, Marktchancen zu nutzen und sich besser für
das digitale Zeitalter zu rüsten," sagt Branchenexperte Stefan Ohl, Managing
Director bei AlixPartners.


China kommt in den Westen - und schafft neue Chancen
Während sich die Marktanteile im Maschinenbau in die Schwellenländer verlagern,
vor allem nach China, geraten die unteren Marktsegmente weiter unter Druck: Das
mittlere Segment dehnt sich auf Kosten des unteren aus. Während der Marktanteil
der Premiumprodukte seit 2010 bei rund 30% liegt und sich auch künftig
voraussichtlich auf diesem Niveau bewegen dürfte, geht der Marktanteil von
Low-End-Produkten seit 2010 kontinuierlich zurück: 2010 machten sie noch 31% des
Maschinenbaumarkts aus, heute sind es 28% und im Jahr 2020 werden es
voraussichtlich nur noch 25% sein. Das bedeutet, dass Marktführer in den
mittleren und Premiumsegmenten zunehmende Konkurrenz aus den Schwellenländern
bekommen, weil deren Maschinenbauunternehmen den Markttrends folgen und in
höherwertige Segmente vorstoßen. Ein weiterer andauernder Trend ist die
langfristige Wertverschiebung vom reinen Hardwareprodukt zur Produktlösung und
zur Dienstleistung: Das Maschinenbaugeschäft verlagert sich auch künftig weiter
vom reinen Produkt- bzw. Hardwareverkauf weg und hin zum wachsenden Service- und
Lösungsgeschäft.


Chinesische Unternehmen werden auf dem M&A-Markt immer aktiver und suchen
Partnerschaften mit etablierten Unternehmen in Industrienationen vor allem in
den USA und Deutschland. Ihr Ziel ist es, Zugang zu hochwertigem Know-how zu
erlangen und neue Märkte zu erobern. Im Gegenzug erhalten die übernommenen
Unternehmen und Partner Zugang zum weiterhin wachsenden chinesischen Markt. Die
zunehmende Aktivität der Chinesen wird dabei offensichtlich vom strategischen
Fünfjahresplan befeuert, der festgelegt hat, ein Wirtschaftswachstum von
mindestens 6,5% pro Jahr erzielen zu wollen, die Industrieproduktion
hochwertiger zu gestalten und Hightech-Industrien durch Automatisierung und
Digitalisierung zu stärken.


Der Wandel der Branche wird von wachsenden M&A-Aktivitäten begleitet. Für das
Jahr 2016 werden Transaktionsvolumina von circa 130 Milliarden Euro erwartet.
Das entspricht einem jährlichen Plus von 23% seit dem Jahr 2013. Die
Unternehmensbewertungen haben sich stark nach oben entwickelt, der gemittelte
Transaktions-EBITDA-Multiple liegt nun bei 18,7 (EV/EBITDA), was einer
jährlichen Preissteigerung von 31% seit 2013 entspricht. Es besteht damit das
erhöhte Risiko einer Überhitzung des M&A-Markts.


"Die großen Trends im Maschinenbau unterstützen die strategische Richtung,
welche die Mehrzahl der Maschinenbauer bereits eingeschlagen hat: Vorantreiben
der Digitalisierung, Weiterentwicklung des Service- und Lösungsangebots sowie
Optimierung des globalen Footprints, um den Kunden näher zu sein", sagt
AlixPartners-Berater Stefan Ohl. "Die Zukunft der Branche können beispielsweise
regional angepasste oder sogar kundenindividuelle Lösungen sein, bei denen das
traditionelle reine Hardwareprodukt oft nicht mehr ist als ein Türöffner."


Digitale Transformation bietet Chancen für Innovationsführer
Industrie 4.0 bedeutet vieles gleichzeitig für den Maschinenbau. Als integrierte
und intelligente Grundstruktur ermöglicht Industrie 4.0 auf Basis des Internets
der Dinge und cyberphysischer Systeme die (weitere) Automatisierung der
Produktion, eine Flexibilisierung der Prozesse sowie eine zunehmende vertikale
und horizontale Integration. Darauf aufbauend können passgenauere
Produktangebote erstellt, Fertigung und Produkte individualisiert sowie die
Fertigungsnetzwerke effizienter gestaltet werden. Maschinenbauer erfüllen hier
zahlreiche Rollen, vom Architekten der Smart Factory bis zum
Big-Data-Serviceanbieter für die Nutzer ihrer Maschinen. Das Geschäft wird sich
durch Industrie 4.0 und verbundene Technologien wie Big Data und Cloud Computing
künftig in vielen Aspekten ändern - und es wird auch disruptive Veränderungen
geben. Letztere kündigen sich an in Gestalt der rasant voranschreitenden
Software-Vereinheitlichung und der rapiden Entwicklung in der Additiven
Fertigung - die nächste Stufe der digitalen Revolution hat in diesen Bereichen
bereits begonnen und dürfte traditionelle Maschinenbau-Geschäftsmodelle, die auf
rein Hardware-basierten Produktangeboten beruhen, mehr und mehr unter Druck
setzen.


Software wird laut AlixPartners-Studie immer mehr zum Werttreiber des digitalen
Zeitalters. Immer stärker ist es die Software, die definiert, was eine Maschine
kann. Zudem kann Software über das Netz immer aktuell gehalten werden. Das
erlaubt es dem Anwender, die Maschine stets auf dem neuesten Stand zu halten:
Eine Maschine kann über ihren Lebenszyklus hinweg viele Software-Updates
erhalten, und viele künftige innovative Services werden durch Software
erleichtert, verbessert oder erst ermöglicht. Diese Eigenschaften und die
zunehmende Relevanz von Software werden durch die Entkopplung von Software- und
Hardware-Lebenszyklen weiter gefördert. So können Software-Innovationen
schneller und in kürzeren Zyklen zum Kunden gelangen. Zudem sollten
Maschinenbauer intensiv darüber nachdenken, wie sie sich in andere Systeme
einbinden oder welche Schnittstellen und Kompatibilitäten ihre Systeme besitzen
müssen. Die Entkopplung von Hard- und Software erlaubt neue Wege der
Wertschöpfung und treibt die Standardisierung von Software weiter voran. Das
bedeutet letztlich, dass sich Maschinenbauer rechtzeitig an die relevanten
Plattform- und Softwarestandards anpassen bzw. maßgeblich an deren Definition
und Weiterentwicklung mitwirken müssen.


"Im digitalen Zeitalter müssen deutsche Maschinenbauer ihre
Technologieführerschaft und Innovationskraft voll ausnutzen: Indem sie zu
Anführern der digitalen Transformation werden, können sie ihre starke
Marktposition auch weiterhin gegen den Wettbewerb verteidigen", erläutert Stefan
Ohl vom global tätigen Beratungsunternehmen AlixPartners.


Additive Fertigung wird die Produktion verändern
Ein konkretes Beispiel für die Veränderungen durch die digitale Revolution ist
die rapide Entwicklung in der Additiven Fertigung (3D-Druck). Heute ist der
industrielle 3D-Druck ein Markt mit einem Volumen von 5 bis 6 Milliarden Euro,
der über die letzten zehn Jahre mit rund 20% pro Jahr gewachsen ist - und damit
wesentlich stärker als der gesamte Maschinenbaumarkt.


Enorme Investitionen haben die Technologieentwicklung in den letzten Jahren
kräftig angeschoben und Maschinen wie Prozesse deutlich verbessert. Die Zahl der
Hersteller von Maschinen zur Additiven Fertigung hat sich allein im
Industriebereich in nur vier Jahren in etwa verdoppelt, von etwas mehr als 30 im
Jahr 2011 auf über 60 Anbieter im Jahr 2015. Gleichzeitig sinken die
Produktionskosten kontinuierlich. Haupttreiber hierfür sind beschleunigte
Baugeschwindigkeit, verbesserte Produktionsqualität, neue Werkstoffe und
Kostensenkungen bei existierenden Werkstoffen.


Obwohl Additive Fertigung im direkten Vergleich in den meisten Fällen noch immer
teurer ist als herkömmliche Produktionsverfahren, ist ihr Potenzial enorm: Sie
erlaubt die Produktion von hochkomplexen Formen, was die Zahl der
Produktionsschritte senken kann oder beispielsweise Leichtbauteile mit
Hohlräumen ermöglicht, wie sie sich bisher nicht oder nur äußerst kompliziert
fertigen ließen. Maßgefertigte Produktvarianten beinahe ohne Mehrkosten werden
möglich, da keine Werkzeuge benötigt werden. Durch Additive Produktion kann an
jeder mit dem Internet verbundenen 3D-Druck-Maschine produziert werden, was
Transport- und Lagerhaltungskosten spart, etwa bei Ersatzteilen. Künftig wird
Additive Fertigung sogar neuartige Entwürfe erlauben, die verschiedene
Materialien miteinander verbinden, wie etwa Turbinenschaufeln, die teils aus
Titan und teils aus Stahl bestehen.


Diese Fähigkeiten der Additiven Fertigung dürften den Maschinenbau in mehreren
Dimensionen verändern: Die heute üblichen zentralen und großen
Produktionsstrukturen könnten durch dezentrale und kleine Strukturen und
Hub-Lösungen ersetzt werden, wodurch auch die Logistik komplett neu definiert
würde. Die Zahl der zu bevorratenden Teile wird deutlich reduziert, Produkte
können individuell und auf Nachfrage gefertigt werden. In der Produktentwicklung
ergeben sich neue Möglichkeiten durch Leichtbau, komplexere Bauteile und
Maßfertigung. Und auch die Industriestruktur dürfte sich auf dieser Basis
schrittweise verändern, zunehmend weg von traditionellen Fertigungsverfahren hin
zu Anbietern der 3D-Druck-Technologie und ihren Materiallieferanten.


"Additive Fertigung hat enormes Potential und bietet deshalb vielfältige
künftige Geschäftsmöglichkeiten für Maschinenbauer", sagt AlixPartners-Experte
Dierk Buss. "Wer hier frühzeitig tätig wird, kann von den großen Chancen und
Marktveränderungen in den nächsten Jahren profitieren."


Hohe Implementierungshürden für digitale Geschäftsmodelle
Weltweit haben die Maschinenbauunternehmen die Notwendigkeit der Digitalisierung
erkannt. Viele von ihnen verfügen über eine digitale Vision und haben einen
Implementierungs-Fahrplan. Allerdings kommen nur wenige so schnell voran wie
geplant.


Zwei Ansätze werden bei der weiteren Digitalisierung in der Regel parallel
verfolgt: Die Optimierung der Wertschöpfungskette durch digitale Prozesse und
Werkzeuge schafft interne Verbesserungen, vom Einkauf bis zur
Serviceorganisation. Beispiele hierfür sind verbesserte Absatzprognosen,
optimierte Prozesse, neue Online-Services, Predictive Maintenance auf Basis von
Big-Data-Analysen und Fernwartung. Viele Unternehmen, die hier in der
Implementierung stecken bleiben, haben sich möglicherweise zu viel auf einmal
vorgenommen, statt Prioritäten zu setzen und einen schrittweisen Umsetzungsplan
zu verfolgen.


Der zweite Ansatz ist der Aufbau komplett neuer Geschäftsmodelle, die ohne
Digitalisierung gar nicht möglich gewesen wären. Bei dieser Vorgehensweise haben
Maschinenbauer die größten Umsetzungsschwierigkeiten. Ein Weg ist es, die neuen
Geschäftsmodelle extern anzusiedeln - etwa in firmeneigenen Start-ups oder
zugekauften innovativen "jungen" Unternehmen. Diese Lösung befreit von der
"alten" Unternehmenskultur sowie möglicherweise bestehenden Ressentiments im
Unternehmen und erhöht die Attraktivität für innovative und kreative Köpfe.
Dafür haben es extern angesiedelte digitale Töchter jedoch schwer, die
Ressourcen und das Know-how des Unternehmens in das neue Geschäftsmodell
einzubinden.


Gänzlich neue digitale Geschäftsmodelle können aber auch intern erfolgreich
entwickelt und umgesetzt werden. Allerdings gibt es auch hier spezifische
Hürden. Drei Erfolgsfaktoren für ihre Überwindung hat die Studie von
AlixPartners identifiziert:


Digitalisierung muss Chefsache sein.Ohne Rückendeckung und aktive Einbindung des
Top-Managements und ohne Verankerung in der Organisation kann die
Digitalisierungsinitiative nicht vorankommen. Außerdem müssen ausreichende
finanzielle Mittel und Ressourcen zur Verfügung stehen, und das Management muss
eine Innovationskultur durch aktives Vorleben unterstützen.


Die Umsetzung muss beschleunigt werden.Agile Prozesse, eine höhere Flexibilität
der Organisation und interdisziplinäre Teams können helfen, die Umsetzung der
digitalen Transformation zu beschleunigen


Know-how-Lücken müssen gefüllt werden.Dies erfordert die Nutzung internen
Wissens oder das Anwerben externer Talente oder erfahrener Partner.


"Die Digitalisierung wartet nicht", resümiert AlixPartners-Industrieexperte
Dierk Buss. "Jedes Unternehmen muss klar definieren, wo es hin will und umgehend
mit der Transformation beginnen. Dabei können auch M&A-Transaktionen hilfreich
sein. Zudem sollte jeder digitale Business Case genügend Raum für
Unvorhersehbares lassen."



Über die Studie
Die AlixPartners-Maschinenbaustudie 2016 basiert im Kern auf einem weltweiten
Sample von mehr als 700 führenden Maschinenbauunternehmen in den wichtigsten
Industrienationen. Zudem wurden öffentlich zugängliche Quellen genutzt,
beispielsweise von Branchenverbänden. Sie wurden ergänzt durch eigene Analysen
und Auswertungen, Projekterfahrungen aus der Beratung von
Maschinenbauunternehmen und ausführliche Gespräche mit Managern und
Brancheninsidern.


Über AlixPartners
AlixPartners steht als global tätiges Beratungsunternehmen für die
ergebnisorientierte Unterstützung namhafter Unternehmen in komplexen
Restrukturierungs- und Turnaroundsituationen und für die Umsetzung
anspruchsvoller Ertragssteigerungsprogramme. Branchenexpertise und weitreichende
Erfahrung in Geschäftsprozessen in Verbindung mit tiefgreifendem Know-how der
finanziellen und operativen Restrukturierung ermöglichen es AlixPartners, auf
Herausforderungen in Konzernen, Großunternehmen sowie bei mittelständischen
Unternehmen einzugehen. In zahlreichen Fällen haben erfahrene Manager von
AlixPartners bei herausfordernden Unternehmenssanierungen interimistisch
Führungsfunktionen übernommen.

AlixPartners hat mehr als 1500 Mitarbeiter in weltweit mehr als 25 Büros und ist
seit dem Jahr 2003 mit eigenen Büros in Deutschland vertreten. AlixPartners ist
im Web zu finden unterwww.alixpartners.com


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30.11.2016  Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt
durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
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525497  30.11.2016 
 

 

 

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