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AlixPartners: Insolvenzrisiko für Schwermaschinenhersteller verdreifacht sich weltweit

München (ots) - Obwohl sich Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung mehren, steht die weltweite Schwermaschinenindustrie weiterhin vor gravierenden Problemen. Einer Studie der auf Turnarounds und Ertragssteigerungsprogramme spezialisierten AlixPartners zufolge laufen 39 Prozent der Unternehmen der Branche Gefahr, in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Letztes Jahr bewegten sich nur 13 Prozent der Unternehmen der Branche im finanziellen Risikobereich, im Jahr zuvor nur 6 Prozent.

In der Studie wurden von AlixPartners die Kennzahlen von 35 Schwermaschinenherstellern (OEMs) im Bereich Bauen, Agrar und Transport in Nordamerika, Europa und Asien untersucht. Trotz eines dramatischen Gewinneinbruchs haben sich die Vertriebs-, Verwaltungs- und sonstigen Gemeinkosten bei den in der Studie erfassten Unternehmen im letzten Jahr durchschnittlich um vier Prozent erhöht. Die Umsätze der Branche sind in Folge der Wirtschaftskrise um insgesamt etwa 30 Prozent zurückgegangen.

Im kommenden Jahr wird es die Baugerätebranche der AlixPartners-Studie zufolge am schwersten haben, aber auch Agrar- und Schwerlastmaschinenhersteller stehen weiterhin vor großen Herausforderungen.

"In Zeiten geringerer wirtschaftlicher Aktivität, geringerer Bautätigkeit und geringerem Umfang an Gütertransporten, müssen die Hersteller von Schwermaschinen streng auf eine flexible Kostenstruktur achten. Die durchschnittlichen Fixkosten der Unternehmen von rund 30 Prozent lasten wie ein Mühlstein auf den Schultern der Schwermaschinenhersteller", sagt Vinzenz Schwegmann, Managing Director von AlixPartners über die Finanzsituation der Schwermaschinenbranche.

"Trotz zuletzt teilweise steigender Aktienkurse sind viele Unternehmen der Branche weit davon entfernt, aus dem Gröbsten wieder heraus zu sein. Für jeden Euro, den die Schwermaschinenhersteller an Umsatz einbüßen, müssten sie mindestens 30 Cent an strukturellen Kosten einsparen, um profitabel zu bleiben. Viele Unternehmen haben das bisher versäumt", sagt Schwegmann.

Damit die Schwermaschinenhersteller ihre finanzielle Flexibilität zurückgewinnen, ist ein abgestuftes Programm notwendig, das die Reduzierung des Working Capitals, der direkten Material- und Produktionskosten sowie der Verwaltungs- und Vertriebskosten beinhaltet. Die erfolgreichsten Unternehmen der Branche haben bereits entsprechende Programme aufgelegt. "Und alle anderen, die das kommende harte Jahr gut überstehen wollen, müssen ähnliches tun", rät Vinzenz Schwegmann. Bei der aktuellen Marktlage ist zudem ein konsequentes Cash Management-Programm erforderlich, um Risiken zu minimieren und in der Lage zu sein, bei einer weiteren Verbesserung der wirtschaftlichen Situation schnell auf neue Wachstumschancen zu reagieren.

Über AlixPartners

Mit rund 900 Mitarbeitern in weltweit vierzehn Büros und über 2000 abgeschlossenen Projekten seit der Gründung im Jahr 1981 zählt AlixPartners international zu den führenden Experten für Turnarounds und Ertragssteigerungsprogramme. AlixPartners setzt ausschließlich erfahrene Führungskräfte aus Industrie und Beratung ein, die vielfach als Manager auf Zeit auch operative Führungsverantwortung übernehmen. AlixPartners ist seit dem Jahr 2003 mit eigenen Büros in Deutschland vertreten.

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