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"Was raubt Ihnen den Schlaf?"
Aktuelle AlixPartners-Umfrage unter europäischen Finanzvorständen

München (ots) -

   - Umsatzsteigerung ist jetzt wichtiger als Kostenreduktion
   - Reduzierung von Schulden für CFOs nicht vordringlich
   - Mehr als ein Viertel der Finanzvorstände hält die IT-Abteilung 
     ihres Unternehmens für ineffektiv
   - Sind die Europäer ausreichend vorbereitet auf weitere 
     Gewitterstürme? 

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Finanzmarktkrise kommt eine aktuelle Umfrage von AlixPartners bei 35 führenden Europäischen Unternehmen zu einem überraschenden Ergebnis: Trotz der Turbulenzen auf den Märkten will sich das Management europäischer Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr verstärkt auf das Umsatzwachstum konzentrieren. Weiteren Kostensenkungen weisen die Unternehmen dagegen zurzeit eine untergeordnete Bedeutung zu. Dies ergab eine aktuelle Umfrage von AlixPartners unter 35 Finanzmanagern führender europäischer Unternehmen unter dem Titel "Was raubt Ihnen den Schlaf?".

Auf die Frage, worauf sie sich am meisten konzentrierten, um die angespannte Lage auf den Kreditmärkten zu kompensieren, nannte eine überragende Mehrheit von 74 Prozent der Befragten die Umsatzsteigerung als eine ihrer drei wichtigsten Prioritäten, 46 Prozent gaben die Konzentration auf Umsatzsteigerung sogar als ihre erste Wahl an.

Kostensenkungsprogramme nur zweite Wahl

Kostensenkungsprogramme sind der AlixPartners-Umfrage zufolge für die meisten CFOs heute nur noch das Mittel zweiter Wahl, insgesamt aber immer noch von hoher Bedeutung. Immerhin jeweils knapp 15 Prozent der Befragten nannte die Kontrolle der variablen bzw. der fixen Kosten als ihre absolute Top-Priorität. Mit grundlegenden Restrukturierungen, Veräußerungen, Fusionen oder bilanztechnischen Maßnahmen wollen derzeit hingegen nur die wenigsten der befragten Finanzchefs auf die Kreditkrise reagieren.

"Die Finanzvorstände wissen genau, dass Kostensenkungen alleine nicht ausreichen, um auf den Märkten langfristig zu bestehen. Der Fokus liegt deshalb jetzt auf der Eroberung von Marktanteilen und weiterer Umsatzsteigerung. Nur wer neue Kunden gewinnt und bestehende Kunden bindet, kann auch unter schwieriger werdenden Marktbedingungen erfolgreich sein. Dennoch sind langfristig diejenigen Unternehmen am erfolgreichsten, die Warnsignale frühzeitig erkennen und proaktiv Gegenmaßnahmen einleiten. Gerade vor dem Hintergrund der Gewitterstürme auf immer mehr Märkten sollten sich auch die Europäer nun wetterfest machen!", kommentiert AlixPartners Geschäftsführer Roman Zeller die Ergebnisse der Umfrage.

Bessere Produktprofitabilität soll Umsätze erhöhen

Um ihre Umsätze zu steigern, arbeitet die Mehrzahl der befragten Unternehmen intensiv an einer Verbesserung der Preispolitik sowie dem Management der Produktprofitabilität beispielsweise durch Value Engineering. 37 Prozent der Befragten nannte eine Steigerung der Produktprofitabilität und 31 Prozent nannte eine optimierte Preispolitik als wichtigste Maßnahme um die Umsätze zu erhöhen.

Bessere Liquiditätsplanung statt Schuldenabbau

Im Bilanzmanagement der Unternehmen steht der AlixPartners-Umfrage zufolge derzeit die Liquiditätsplanung und sowie die Optimierung des Netto-Umlaufvermögens ("Net Working Capital") im Zentrum der Aufmerksamkeit. Andere mögliche Bilanzmaßnahmen wie Umschuldung oder Verkäufe von Unternehmensanteilen spielen für die Finanzmanager der von AlixPartners befragten Unternehmen derzeit eine eher untergeordnete Rolle. 46 Prozent der Befragten gaben an, dass die Verbesserung des Netto-Umlaufvermögens derzeit oberste Priorität in ihrem Bilanzmanagement habe, 43 Prozent nannten die Liquiditätsplanung als wichtigstes Ziel. Keiner der CFOs nannte die Schuldenreduzierung als derzeit vordringliche Aufgabe.

"Einigen Unternehmen droht finanzielle Schieflage"

"Die Unternehmen sind im aktuellen Marktumfeld stärker als früher gezwungen, sich finanziell selbst zu helfen, beispielsweise durch Optimierung des Netto-Umlaufvermögens und eine verbesserte Liquiditätsplanung. Insofern setzen die Finanzvorstände richtige Prioritäten. Bei den weiterhin angespannten Kreditmärkten, dürfen sie aber auch die Schuldensituation ihrer Unternehmen nicht aus dem Blick verlieren. Sonst könnten bei einer sich abschwächenden Konjunktur auch in Europa demnächst finanzielle Engpässe drohen", warnt AlixPartners-Geschäftsführer Ulrich Wlecke vor den Risiken eines zu hohen Verschuldungsgrades vieler Unternehmen. Pikant: Finanzvorstände halten IT-Abteilungen für ineffektiv Auf die Frage nach vorrangigen Kostensenkungsbereichen, gaben 29 Prozent der Befragten an, Prozessoptimierung sei ihre oberste Priorität für 2008. Ebenfalls als besonders wichtig wird die Kostensenkung im IT-Bereich angesehen. Dabei besonders pikant: Rund 26 Prozent der befragten CFOs stufen die gesamte IT-Organisation inklusive des CIO ihres Unternehmens als ineffektiv ein. Sogar 29 Prozent sind der Meinung, dass aktuelle, groß angelegte IT-Projekte in ihren Unternehmen nicht effektiv sind.

Weitere Ergebnisse

63 Prozent der befragten Personen gaben an, ihre Unternehmen erwarteten im Jahr 2008 ein solides bis starkes Wachstum. 37 Prozent führten an, sie erwarteten für die zweite Jahreshälfte eine Verbesserung der Kreditperspektiven in Europa, wohingegen 31 Prozent eine Verschlechterung vorhersagten.

"Was raubt Ihnen den Schlaf?"

Die Umfrage unter dem Titel "Was raubt Ihnen den Schlaf" ("What's Keeping You Awake at Night?") der auf Turnarounds und umfassende Ertragssteigerungen spezialisierten AlixPartners richtete sich an leitende Finanzmanager aus zwölf verschiedenen europäischen Ländern und mindestens 20 Branchen, darunter Produktion, Bau, Energie, Materialwirtschaft, Papierwirtschaft, Stromversorgung, Telekommunikation, Chemie, Lebensmittel, Finanzdienstleistungen und Einzelhandel. Befragt wurden Finanzvorstände und CFOs führender europäischer Unternehmen in diesen Branchen.

Über AlixPartners

Mit rund 800 Mitarbeitern in weltweit dreizehn Büros und über 1500 abgeschlossenen Projekten seit der Gründung im Jahr 1981 zählt AlixPartners international zu den führenden Experten für Turnarounds und Ertragssteigerungsprogramme. AlixPartners setzt ausschließlich erfahrene Führungskräfte aus Industrie und Beratung ein, die vielfach als Manager auf Zeit auch operative Führungsverantwortung übernehmen. AlixPartners ist seit dem Jahr 2003 mit eigenen Büros in Deutschland vertreten. Zum Team um die Geschäftsführer Roman Zeller und Ulrich Wlecke zählen derzeit rund 65 Mitarbeiter.

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