Christliche Initiative Romero

Tausende KundInnen zeigen Adidas die Dunkelgelbe Karte
Protestkarten mit der Post unterwegs zur Adidas Zentrale in Herzogenaurach

Münster (ots) - Der Weltmeister-Titel, den sich die deutsche Herren-Nationalmannschaft letztes Jahr in Brasilien geholt hat, scheint sich für den DFB zu lohnen: Adidas soll bereit sein, für eine zehnjährige Verlängerung des Sponsoring-Vertrages eine Milliarde Euro zu bezahlen.

Nicht einmal einen Euro hat Adidas dagegen für eine Arbeiterin übrig, die ein "Deutschland-Trikot" näht. Die NäherInnen schuften unter oftmals miserablen Arbeitsbedingungen, leisten unzählige Überstunden in einer gesundheitsschädlichen Umgebung und verdienen dennoch weniger, als sie zur Deckung der Grundbedürfnisse bräuchten.

Über 4.500 Protestpostkarten auf dem Weg nach Herzogenaurach

Deshalb zeigen über 4.500 UnterzeichnerInnen Adidas jetzt die dunkelgelbe Karte: Die Protestpostkarten "Play fair-pay fair" der Christlichen Initiative Romero, die seit der WM 2014 verteilt wurden, sind auf dem Weg zur Adidas Zentrale in Herzogenaurach - mit einer klaren Forderung: Adidas soll existenzsichernde Löhne zahlen, die die Grundbedürfnisse der ArbeiterInnen und deren Familien decken. Außerdem soll das Unternehmen aufhören zu drohen, die Adidas-Reebok Produktion anderswo aufzubauen, wenn ein Produktionsland die gesetzlichen Mindestlöhne anheben sollte.

Kirsten Clodius von der Christlichen Initiative Romero fordert: "Mit einer Hand verteilt die Adidas Group Sponsoring Millionen, mit der anderen speist sie die ArbeiterInnen in den Zuliefererfabriken mit einem Hungerlohn ab. Es wird Zeit, dass Adidas den schönen Worten aus dem Firmenkodex Taten folgen lässt und existenzsichernde Löhne zahlt."

Hintergrund

Die Christliche Initiative Romero (CIR) setzt sich seit 1981 für Arbeits- und Menschenrechte in Ländern Mittelamerikas ein. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Unterstützung von Basisbewegungen und Organisationen in Nicaragua, El Salvador, Guatemala und Honduras sowie die Kampagnen- und Bildungsarbeit in Deutschland. Ziel ist, eine Brücke zwischen Ländern des Südens und Deutschland zu schlagen. Im Sinne ihres Namensgebers, des 1980 ermordeten salvadorianischen Erzbischofs Oscar Romero, setzt sich die Christliche Initiative Romero gegen Ungerechtigkeitsverhältnisse ein und ergreift Partei für die Armen.

Links

Der Appell "Play Fair-pay fair" läuft online unter 
http://ci-romero.de/protest-adidas weiter. 
Blog mit Einblicken in die Leben dreier Adidas-ArbeiterInnen aus 
Kambodscha: http://playfair-payfair.com 

Pressekontakt:


Kirsten Clodius
Christliche Initiative Romero e.V. - Büro Münster / Breul 23 / 48143
Münster
clodius@ci-romero.de
Tel: 0251 89503
www.ci-romero.de

Maik Pflaum
Christliche Initiative Romero e.V. - Büro Nürnberg / Burgstraße 1-3 /
90403 Nürnberg
pflaum@ci-romero.de
Tel: 0911 214 2345 / Mobil: 0151 206 544 30
www.ci-romero.de

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