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Seehofer muss den geplanten Anbau von Genmais auf über 4.000 Hektar stoppen
Bioland fordert sofortiges Anbauverbot und keine Neuzulassung

Mainz (ots) - Bioland fordert von Landwirtschaftsminister Seehofer ein sofortiges Anbauverbot des Gentech-Maises MON810 der Firma Monsanto. "Seehofer muss jetzt den überfälligen Schritt gehen und den Genmais aufgrund der Umweltrisiken und einem ungenügenden Monitoringprogramm verbieten", fordert Thomas Dosch, Präsident von Bioland. Monsanto beruft sich bei der geforderten Überwachung des Genmais-Anbaus auf Untersuchungen von Instituten, die mit Monsanto weder Kontakt hatten noch über deren notwendigen Daten für eine Bewertung verfügen. Die in Deutschland erteilte Genehmigung durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit entbehrt daher einer seriösen Grundlage.

Seehofer wäre mit einem Genmais-Verbot in guter Gesellschaft: Denn in Österreich, Griechenland, Ungarn, Polen und zuletzt Frankreich darf MON810 nicht auf die Äcker. Die Regierungen wenden eine Schutzklausel der Europäischen Union an, nach der Mitgliedstaaten ein Verbot aussprechen können, wenn sie Gesundheits- oder Umweltrisiken befürchten. Die Zeit drängt, denn der Gen-Mais MON810 soll in Deutschland in diesem Jahr auf über 4.000 Hektar angebaut werden, erstmalig auch in Bayern. "Damit werden die Aussagen von Politikern wiederlegt, im kleinstrukturierten Bayern würde das neue Gentechnikgesetz mit seinen neuen Abstandsregelungen einen Anbau von Genmais dauerhaft verhindern können", so Dosch. Das Gegenteil ist der Fall. Und die Anbauplanung hat bereits zu heftigen Auseinandersetzungen vor Ort geführt, zum Beispiel im Landkreis Kitzingen. "Der Krieg auf den Dörfern ist bereits Realität und ein Vorgeschmack auf die Konflikte, die noch zu erwarten sind. Denn das gerade verabschiedete neue Gentechnikgesetz bietet keinen ausreichenden Schutz für eine gentechnikfreie Landwirtschaft und Imkerei", so Dosch. Neben dem sofortigen Anbaustopp von MON810-Saatgut fordert Bioland Seehofer auf, sich auf EU-Ebene gegen die in diesem Jahr anstehende Neuzulassung von MON810 einzusetzen.

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