Oikocredit

Wenn Investitionen ein Gesicht bekommen
So geht Geldanlage heute: Oikocredit verzeichnet wachsende Zahl an Kapital

Bonn/Mainz (ots) - Die Wirtschaftskrise hat auch etwas Gutes: Die meisten Menschen, die Geld anlegen wollen, schauen sehr viel genauer hin, wem sie zu welchen Konditionen ihr Geld anvertrauen. Im Vordergrund steht nicht mehr die höchste Rendite, sondern die sichere Geldanlage, und wenn sie dann auch noch nachhaltig ist, passt das umso besser in unsere Zeit. Oikocredit bekommt das zu spüren. Im positiven Sinne.

Insgesamt sind es rund 390 Mio. Euro, die Anleger vornehmlich aus Europa in die Hände der internationalen Entwicklungsgenossenschaft gelegt haben. Die Organisation stellt damit kleine und Kleinstkredite für Menschen in Entwicklungsländern bereit, die sich eine Existenz aufbauen. In den ersten drei Quartalen 2009 wurden 84 Mio. Euro an Krediten neu bewilligt, Menschen in 69 Ländern profitieren davon. "Durch die Krise in der Finanzwelt ist deutlich geworden, was unsere Vorgehensweise im Vergleich mit den regulären Banken so anders macht", sagt Tor G. Gull, Geschäftsführer von Oikocredit International. "Das ist einerseits unsere Sorgfalt bei der Auswahl der Kreditnehmer und andererseits deren Zuverlässigkeit bei der Tilgung." Der Bedarf an Mikrokrediten wächst mit der Wirtschaftskrise, da auch in Entwicklungsländern mehr Menschen arbeitslos werden.

Mikrokredite ist das Stichwort, das spätestens seit dem Nobelpreis für Muhammad Yunus im Jahr 2006 sehr bekannt ist. Als er 1983 seine Grameen Bank gründete, war Oikocredit International schon acht Jahre im Geschäft. Oikocredit hat in der Entwicklungsfinanzierung Pionierarbeit geleistet und ist heute eine der weltweit größten Organisationen im Mikrofinanz-Sektor. Die "Ökumenische Entwicklungsgenossenschaft" unterstützt als eine von wenigen Finanzinstitutionen Entwicklungsprojekte im Süden, die benachteiligten und ausgegrenzten Menschen zu Gute kommen.

"In Menschen investieren": Was Oikocredit als Zusatz in seinem Schriftzug trägt, kommt bei den Menschen hier wie dort an. Eine sichere Geldanlage und gleichzeitig etwas Gutes tun, ein klein wenig mehr Gerechtigkeit in der Welt schaffen, dazu entschließen sich die Anleger - Privatpersonen aus allen gesellschaftlichen Gruppierungen, Kirchengemeinden, Fairhandelsorganisationen oder Stiftungen. Der Westdeutsche Förderkreis allein verwaltet derzeit rund 54 Mio. Euro. Im Jahr 2009 wurde hier mit über 8 Mio. Euro doppelt so viel Geld neu angelegt wie im Jahr zuvor. Und die liegen nicht ungenutzt auf einem Konto, sondern geben Menschen in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Osteuropa die Chance auf eine bessere Zukunft.

"Unsere Investitionen arbeiten schon lange für die Menschen im Süden. Aber die Bankenkrise und das generelle Umdenken in der Gesellschaft, dass es nicht nur um das eigene Wohlbefinden gehen kann, hat noch einmal etwas verändert", sagt Florian Grohs von Oikocredit Deutschland. Die Investition in Menschen, die konkrete Form der Zusammenarbeit und die Sicherheit der Geldanlage stehen für die Anleger an erster Stelle, die alle Mitglieder der Genossenschaft sind. Sie eröffnen mit dem Erwerb von Anteilen zwar kein sicheres Sparkonto, aber seit 30 Jahren hat ein Oikocredit-Anteil von 200 Euro nichts an Wert verloren. Und die Rendite von 2% ist seit Jahren stabil. Diese Rendite steht für die meisten Anleger nicht im Vordergrund, das beweist die Tatsache, dass sie ihr Geld reinvestieren.

Das Geld kommt armen Menschen und vor allem Frauen zugute. Zu rund 80 Prozent werden Kleinstprojekte von Frauen unterstützt. Ein kleines Darlehen zwischen 10 und 500 Euro reicht schon: Damit schaffen sich arme Menschen wie Felicia aus Ghana, Marilu aus Peru oder Joseph aus Kenia eine eigene Existenz. Das Geld bekommen sie meist über Mikrofinanzorganisationen in ihren Ländern, die für Oikocredit als Kontakt und Gewähr dienen.

Vertrauen, Würde und Selbstbewusstsein der Armen zu stärken, das sind Ziele hinter den finanziellen Aspekten des nachhaltigen Engagements. Die Anleger wissen diese Art des Investments zu schätzen. Und die Menschen in den derzeit rund 790 Projekten weltweit danken es ihnen: Die Rückzahlungsquote bei den Mikrokrediten liegt bei 98 Prozent.

Über Oikocredit

Oikocredit - die Ökumenische Entwicklungsgenossenschaft hat ihren Ursprung im Ökumenischen Rat der Kirchen und ihren Hauptsitz in Amersfoort, NL. Oikocredit International ist mit über 390 Millionen Euro Kapitalvolumen einer der größten Finanzierer von Mikrofinanzorganisationen weltweit. Die mehr als 16.000 deutschen Anleger haben bisher etwa 170 Millionen Euro investiert. Der deutsche Hauptsitz ist in Mainz, außerdem gibt es Förderkreise in acht Bundesländern, über die Mitglieder und Anleger betreut werden.

Zu diesem Thema finden Sie auch einen Audiobeitrag unter: http://www.presseportal.de/pm/58051

Pressekontakt:

Oikocredit, Westdeutscher Förderkreis, Ulrike Chini
pressebonn@oikocredit.org, Telefon: 0228 - 6880-280
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