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ots.Audio: Oikocredit - die Geldanlage in Menschen

    Bonn/Mainz (ots) -

    Weitere Pressemitteilungen finden Sie unter: http://www.presseportal.de/pm/58051/oikocredit/

    Anmoderation:

    Unternehmen gehen wieder mit mehr Zuversicht in das Jahr 2010. Aber die Wirtschaftskrise hat ihre Spuren hinterlassen - vor allem private und kirchliche Anleger schauen sehr viel genauer hin, wem sie zu welchen Konditionen ihr Geld anvertrauen. Im Vordergrund steht nicht mehr die höchste Rendite, sondern die sichere Geldanlage - und neben Sicherheit bietet die Ökumenische Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit ihren Anlegern übrigens zusätzlich noch die Möglichkeit, ihr Geld ethisch und nachhaltig anzulegen. Mehr dazu von Katrin Müller

    Beitrag:

    Ob Kaffeegenossenschaft in Costa Rica oder Mikrokredit für Kleinstunternehmen in Indien - wer sein Geld bei Oikocredit anlegt, lässt es nicht nur für sich arbeiten, sondern investiert vor allem in Menschen. Florian Grohs von Oikocredit Deutschland über das Geschäftsmodell:

    (O-Ton 1: Florian Grohs): "Oikocredit nimmt das Geld der Anleger und vergibt Kredite in Ländern des Südens, in den Entwicklungsländern an verschiedenste Produktionsprojekte. Das sind zum Beispiel ne Kaffeegenossenschaft aus Costa Rica, die Fairtrade Kaffee nach Deutschland oder in die USA exportiert, aber es kann auch eine Mikrofinanzorganisationen sein, wie zum Beispiel Share in Indien, die dann wiederum Kleinkredite an arme Menschen vergeben, damit die ihr Leben verbessern können." (28 Sek.)

    Aber bei Entwicklungsländern stellt sich schon die Frage, ob die Menschen dort Kredite überhaupt zurückzahlen können. Ulrike Chini, Geschäftsführerin des Westdeutschen Förderkreises von Oikocredit sagt: Ja, das können sie:

    (O-Ton 2: Ulrike Chini): "Die Erfahrung zeigt, dass die Menschen im Süden, wenn man ihnen Vertrauen schenkt, sehr stark Kräfte mobilisieren, wirtschaftliche Kräfte, und wirklich alles tun, um ihr Business gut zu führen, und die Rückzahlungsquoten liegen ja auch bei 98 Prozent und 99 Prozent - und insofern ist das schon eine sehr sichere Anlage."(20 Sek.)

    Entstanden ist Oikocredit übrigens im Jahr 1975 im Ökumenischen Rat der Kirchen - heute ist der Kreis der Anleger und Förderkreismitglieder aber deutlich größer. Dazu nochmal Ulrike Chini:

    (O-Ton 3: Ulrike Chini). "Also, bei uns zum Beispiel, dem Westdeutschen Förderkreis, sind es zu 20 Prozent kirchliche Institutionen - Kirchenkreise, Landeskirchen, Gemeinden - und der große Rest, 80 Prozent, sind Einzelpersonen oder auch Verbände, Stiftungen, Weltläden, Vereine, aber zum großen Teil sind es Einzelpersonen." (21 Sek.)

    Anlegen kann sein Geld bei Oikocredit also so ziemlich jeder. Wies funktioniert, erklärt Florian Grohs:

    (O-Ton 4: Florian Grohs): "Sie können bei Oikocredit investieren, indem sie Genossenschaftsanteile kaufen. Das macht man in Deutschland, indem man Mitglied in einem Förderkreis wird. Dann kann man einen Genossenschaftsanteil von 200 Euro kaufen, und hat in den letzten Jahren eine Dividende von maximal 2 Prozent bekommen." (18 Sek.)

    Übrigens, Corinna Friesen aus Bonn hat bei Oikocredit investiert und unterstützt auch die Idee dahinter. Bekannte hatten ihr diese Form der Geldanlage empfohlen:

    (O-Ton 5: Corinna Friesen): "Oikocredit war eine Organisation, die ich von Bekannten sogar schon kannte und hab dann da auch gern angelegt, weil es sich eben auch speziell an Menschen in Entwicklungsländern richtet und mir wichtig ist, dass meine Rücklagen mindestens zum Teil ethisch arbeiten." (17 Sek.)

    Oikocredit ist also nicht irgendeine Bank, sondern ein Organisation, die für Menschlichkeit und sinnvollen Umgang mit Geld steht. Sie fördert derzeit 780 Projekte in 69 Ländern und damit indirekt über 17 Millionen Menschen. Oikocredit ist also ein echte Alternative zu riskanten, spekulativen Geschäften und vor allem eine Investition in Menschen. Weitere Infos gibt's auch unter www.oikocredit.org.

    Extra-O-Töne:

    (O-Ton 1: Eckart Wüster, Superintendent des Ev. Kirchenkreises): "Die Frage des Geldes ist nicht nur eine wirtschaftliche Frage, sondern ergibt sich auch aus unserem Verständnis aus dem, was Glaube ist. Glaube ist nämlich nicht nur eine inner Haltung, sondern zugleich auch ein Verhalten. Also, wollen wir darauf achten, dass das Geld, das wir anlegen, so angelegt wird, dass es Menschen zugute kommt. Das bedeutet, nicht die Gewinnmaximierung ist das oberste Gebot, sondern das oberste Gebot ist, dass Menschen mit diesem Geld etwas für ihre Existenz schaffen könne, deshalb legen wir dort an."(28 Sek.)

    (O-Ton 2: Eckart Wüster): "Geld vermehren ist an sich noch nichts Schlimmes, es ist in unserem System sogar notwendig, sonst könnten wir ja spenden. Das ist aber in diesem Fall bewusst nicht so gemacht. Es geht darum, dass Kleinanleger die Möglichkeit bekommen, mit ihrem Geld zu wirtschaften und deshalb sichert es ihre Existenz und das wollen wir unbedingt unterstützen."(17 Sek.)

    (O-Ton 3: Corinna Friesen, Anlegerin): "Als ich berufstätig wurde und zum ersten Mal mehr als ein kleines Sparbuch haben konnte, wusste ich schon, dass es Möglichkeiten gibt, Geld ethisch anzulegen und Oikocredit war eine Organisation, die ich von Bekannten her sogar schon kannte und hab da dann gern angelegt, weil es sich eben auch speziell an Menschen in Entwicklungsländern richtet, und weil es mir wichtig ist, dass meine Rücklagen ethisch arbeiten."(25 Sek.)

    (O-Ton 4: Corinna Friesen): "Ich kann es anhand von Projektbeispielen nach verfolgen, die in den regelmäßigen Publikationen erscheinen, anhand der Projektpartnerlisten, die uns vorliegen und freue mich besonders über die Bandbreite, die abgedeckt wird - von einem Textilunternehmen in Simbabwe, was vor Jahren Kreditnehmer war, bis hin zu Fleischkooperativen auf den Philippinen und Mikrokredit. Ich finde das sehr gut, dass so viele verschiedene produktive Bereiche gefördert werden."(26 Sek.)

    (O-Ton 5: Ulrike Chini, Geschäftsführerin des Westdeutschen Förderkreises von Oikocredit): "Oikocredit ist eine internationale Entwicklungsgenossenschaft, die mit dem Ziel arbeitet, das Geld, das man dort anlegt, für Entwicklungsaufgaben zur Verfügung zu stellen. Im Prinzip kann jeder dort Geld anlegen. Also, bei uns zum Beispiel, dem Westdeutschen Förderkreis, sind es zu 20 Prozent kirchliche Institutionen - Kirchenkreise, Landeskirchen, Gemeinden - und der große Rest, 80 Prozent, sind Einzelpersonen oder auch Verbände, Stiftungen, Weltläden, Vereine, aber zum großen Teil sind es Einzelpersonen"(31 Sek.)

    (O-Ton 6: Ulrike Chini): "Die meisten Anleger, die bei uns Geld anlegen, würde ich sagen, haben irgendein Interesse an Entwicklungsfragen, an globalen Fragen, dass sie die Welt ein bisschen gerechter sehen wollen und da die Möglichkeit nutzen, über Oikocredit Menschen in Übersee eine Existenzgrundlage zu verschaffen. Sie wollen eine Geldanlage, die transparent, aber auch sicher ist, und wo sie relativ leicht wieder an ihr Geld herankommen." (25 Sek.)

    (O-Ton 7: Ulrike Chini): "Sie sind Mitglied einer internationalen Gemeinschaft. Das ist für viele Leute auch ganz wichtig, dass sie sich einer internationalen Genossenschaft anschließen, wo sie auch wissen, dass das eine demokratische Form ist, was bei Banken nicht der Fall ist. Sie wissen, können nachvollziehen, was mit ihrem Geld passiert, weil sie sehr gut darüber informiert werden, und sie wissen, dass das wirklich in Menschen geht. Das ist eine sehr konkrete Form der Zusammenarbeit."(25 Sek.)

    (O-Ton 8: Ulrike Chini): "Ich kann das gut nachvollziehen, dass da erstmal die Befürchtung ist: Ist mein Geld da nicht in den Sand gesetzt? Das hatten zu Anfang auch etliche unserer Investoren und waren ein bisschen zurückhaltend oder haben wenig Geld angelegt. Die Erfahrung zeigt, dass die Leute im Süden, wenn man ihnen Vertrauen schenkt - was ja auch mit Credo, Vertrauen haben zu tun hat - dass sie dann sehr stark Kräfte mobilisieren, wirtschaftliche Kräfte, und wirklich alles tun, um ihr Business gut zu führen, und die Rückzahlungsquoten liegen ja auch bei 98 Prozent und 99 Prozent - und insofern ist das schon eine sehr sichere Anlage."(33 Sek.)

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Pressekontakt:
Oikocredit, Westdeutscher Förderkreis, Ulrike Chini
pressebonn@oikocredit.org,
Telefon: 0228 - 6880-280
www.oikocredit.org