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Saarbrücker Zeitung: Raffelhüschen mahnt Finanzreform bei Pflegeversicherung an - Beitragsanstieg nicht der Weisheit letzter Schluss

    Saarbrücken (ots) - Der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen hat eine grundlegende Finanzreform bei der Pflegeversicherung angemahnt. "Eine Beitragserhöhung, die durch Leistungsausweitungen gleich wieder aufgezehrt wird, kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein", sagte Raffelhüschen der "Saarbrücker Zeitung" (Dienstag-Ausgabe). Durch die von der großen Koalition geplante Einbeziehung der Demenzkranken in die Pflegeversicherung werde sich der Beitragsdruck langfristig weiter erhöhen, warnte Raffelhüschen.

    Nach Ansicht des Finanzexperten muss die lohnbezogene Beitragszahlung in der Pflegeversicherung durch eine pauschale Finanzierung der Versicherten abgelöst werden. "Eine Lohnerhöhung führt zu höheren Beiträgen, obwohl sich das individuelle Pflegerisiko überhaupt nicht verändert hat", erläuterte Raffelhüschen.

    Zugleich lehnte er den SPD-Plan für einen Finanzausgleich der privaten Pflegekasse zugunsten der sozialen Pflegeversicherung als kontraproduktiv ab. "Eine zukunftsfeste Reform bedeutet, dass man die gesetzliche der privaten Pflegeversicherung annähern muss und nicht umgekehrt", meinte Raffelhüschen.

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