Freie Ärzteschaft e.V.

Protest in der Ärztetagswoche vom 18. bis 23. Mai
'Freie Ärzteschaft' ruft zu bundesweiten Praxisschließungen auf

Düsseldorf (ots) - "Da die Bundesgesundheitsministerin nach wie vor nicht erklären kann, wohin denn die angeblichen Milliarden-Beträge für die Honorare der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte geflossen sind und angesichts zunehmender Diffamierungen der niedergelassenen Ärzteschaft durch Politik und Krankenkassen", haben der Bundesvorstand und die Regionalbeauftragten der 'Freien Ärzteschaft' (FÄ) auf ihrer Frühjahrs-Tagung in Düsseldorf zu bundesweiten Praxis-Schließungen in der Woche vom 18. - 23. Mai aufgerufen. So sollen die vielen geplanten Einzelaktionen zwischen Küste und Alpen gebündelt werden.

"Immer weniger Geld kommt in den Praxen an", ergänzt FÄ-Präsident Martin Grauduszus, der flächendeckenden wohnortnahen Versorgung durch Haus- und Facharzt drohe - politisch gewollt - das wirtschaftliche Aus zugunsten profitorientierter anonymer Medizinischer Versorgungszentren: "Dieser krankmachenden Gesundheitspolitik muss Einhalt geboten werden". Aus den in der Protestwoche geschlossenen Sprechzimmern heraus müsse der Wahlkampf für das Gesundheitswesen auf die Straße getragen werden.

Gleichzeitig soll diese Protestwoche ein "gleichermaßen ernstes wie wütendes Signal" an den 112. Deutschen Ärztetag sein, der in derselben Woche in Mainz zusammentritt. "Wir fordern die Delegierten ultimativ auf", so die Führungs-Gremien der 'Freien Ärzteschaft' in ihrem Aufruf, "die Tagesordnung dergestalt umzuformulieren, dass aus einer ansonsten zu befürchtenden Nabelschau des Präsidiums ein Fanal der ärztlichen Kampfbereitschaft gegenüber Ulla Schmidt und der sie duldenden Bundeskanzlerin wird."

Insofern werde es auch, so Martin Grauduszus, eine Mahnwache vor der Mainzer Rheingoldhalle, dem Tagungsort des 112. Deutschen Ärztetages, geben: "In ihrer Existenz bedrohte Kolleginnen und Kollegen werden den Repräsentanten der verfassten Ärzteschaft, die sich zunehmend hilflos und zudem untereinander heillos zerstritten geriert, aufzeigen, wofür es zu kämpfen gilt: für den Erhalt der ärztlichen Freiberuflichkeit und Therapiefreiheit in wirtschaftlicher Unabhängigkeit und die Sicherung der flächendeckenden wohnortnahen Versorgung durch Haus- und Fachärzte."

Zum Start der bundesweiten Protestwoche lädt die 'Freie Ärzteschaft' am 17. Mai zum "Ärztetag der Basis" in das Konferenzzentrum des ZDF auf dem Mainzer Lerchenberg ein.

Den Text des Aufrufes sowie das Wartezimmerplakat, das im Moment an die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Deutschland verschickt wird, finden Sie unter

http://www.presseportal.de/link/Protestwoche

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