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Grauduszus "Bundeskabinett beschließt Einheitspreis für industrialisierte Einheitsmedizin

Erkrath (ots) - "Ohne gesundheitsökonomische Vernunft und gegen den Rat ausgewiesener Experten hat die Bundesregierung heute mit der Festlegung des einheitlichen Beitragssatzes von 15,5 Prozent für den Gesundheitsfonds einen Bürokratie-Moloch auf den Weg gebracht. Diese Entscheidung schadet allen", erklärte Martin Grauduszus, Präsident der 'Freien Ärzteschaft'(FÄ). Zwei einsame Macht-Frauen hätten an der Spitze des Staates "eine Kernschmelze aus Merkel-favorisierter Kopfpauschale und Schmidt-gestützter Bürgerversicherung in Gang gesetzt, die das deutsche Gesundheitssystem in seinen Grundfesten erschüttern wird." Erneut habe sich der Staat als der "besserwisserische Omnipotenzler" erwiesen. Dabei wird der Bürger - in diesem Falle die Versicherten und Patienten - gnadenlos angezapft, um Finanzlöcher zu stopfen - "und nicht etwa, um Strukturen nachhaltig zu verbessern."

"Herausgekommen ist eine Mehrbelastung für die meisten Versicherten, ohne den Hauch einer Chance auf die Verbesserung ihrer Gesundheitsversorgung", diagnostiziert Grauduszus. Mögliche Mehreinnahmen im Gesundheitsfonds werden "durch dieses Konstrukt selbst und die mit ihm entstehenden unsäglichen bürokratie- und personalgebundenen Mehrkosten mehr als aufgefressen".

Ab Januar gebe es den "Einheitspreis für Einheitsmedizin". Staatlich gewollt durch Finanzierungs-Willkür von oben "wird der medizinische Fortschritt mit der Einführung des Gesundheitsfonds bei den Menschen nicht mehr ankommen. Der demografischen Entwicklung begegnet man damit schon gar nicht. Mit Einheitspreisen wird der Industrialisierung in der Gesundheitsversorgung Vorschub geleistet", ist sich Grauduszus sicher. Die "Freiheit der Arzt-Patient-Beziehung mit freier Arztwahl des Patienten, Therapie-Freiheit des Arztes und Garantie der ärztlichen Schweigepflicht" würde auf dem Altar eines schon sehr brüchigen Koaltionsfriedens geopfert.

"Vielleicht wird der Gesundheitsfonds das kommende Jahr wegen des Bundestags-Wahlkampfs überstehen", mutmaßt der FÄ-Präsident. Das Gesundheitswesen wird danach aber erneut zur Verfügungsmasse auf der dann wie auch immer gefärbten politischen Spielwiese - "zum Nachteil und Schaden von Versicherten, Patienten und Ärzten."

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