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Wirtschaftsminister Haseloff auf der Hannover Messe 2008: "Die sachsen-anhaltische Designwirtschaft hat sehr gute Entwicklungschancen"

Wirtschaftsminister Haseloff auf der Hannover Messe 2008: "Die sachsen-anhaltische Designwirtschaft hat sehr gute Entwicklungschancen"
Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff (rechts im Bild) informiert sich über ein Gemeinschaftsprojekt der Schiess SMTCL GmbH aus Aschersleben mit dem Magdeburger Designbüro faktor m - Büro für Gestaltung und Konstruktion sowie der Hochschule Magdeburg-Stendal/Fachbereich Industrial Design. Dipl.-Designer... mehr

Magdeburg (ots) - Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff hat auf der Hannover Messe den Startschuss für das Internet-Branchenportal www.design-sachsen-anhalt.de gegeben. Die Website bietet einen Überblick über das Leistungspaket der Designer im Land, über Ausbildungswege und Möglichkeiten der Förderung sowie über Events zum Thema "Design". Gleichzeitig stellte der Minister den ersten "Wegweiser Designwirtschaft Sachsen-Anhalt" vor, der umfangreiche Informationen über die Designlandschaft des Landes enthält. Er steht unter der genannten Internetadresse als PDF-Datei zur Verfügung.

"Die Designwirtschaft in Sachsen-Anhalt ist auf Erfolgskurs. Experimentelle Räume entstehen, die gute Entwicklungsbedingungen für Kreativität und Innovation bieten. Mit Halle, Magdeburg und Dessau verfügt das Land über drei Hochschulen mit ganz individuellen Profilen, die eine hervorragende Ausbildungsstruktur und einen exzellenten Hintergrund für die Entwicklung von Ausgründungen bieten", erklärte Haseloff. Als Beispiele nannte der Minister den Hasselbach-Platz in Magdeburg, in dessen Umkreis ein neues, kleines "Design-Viertel" entstehe und das Projekt "Triebwerk Halle". Er unterstrich, dass die Branche, allen voran das Industriedesign, über ein großes Arbeitskräfte- und Umsatzpotenzial verfüge. In 2.790 Unternehmen der Kulturwirtschaft sind 12.200 Personen beschäftigt, davon 1.100 Erwerbstätige allein im Bereich Design.

"Wir wollen die Designbranche stärker in den Fokus des Marketings rücken", sagte der Minister. Um die Entwicklung der Designwirtschaft zu stärken und vor allem einheimische Unternehmen für die Potenziale der Designbranche Sachsen-Anhalts zu sensibilisieren, hat das Land mit Wirtschaftspartnern und Hochschulen ein spezielles Maßnahmepaket geschnürt. Ziel ist es, die Vernetzung und Förderung der in der Designwirtschaft Tätigen weiter voranzutreiben.

Zahlreiche Best-Practice-Beispiele der einheimischen Designwirtschaft liefern einen eindrucksvollen Beweis für die Kapazität der sachsen-anhaltischen Designer. So kooperiert das Magdeburger Designbüro faktor m im Bereich Industrial Design erfolgreich mit den Unternehmen Schiess SMTCL GmbH aus Aschersleben und der Tonfunk AG aus Ermsleben. "Design ist ein wichtiges Marktinstrument, besonders für kleine und mittlere Firmen. Dieser Markt ist für uns speziell in unserer Region attraktiv. Es gibt hier einen viel aktiveren und breitgefächerten Mittelstand als allgemein vermutet. Sachsen-Anhalt, und dabei speziell Magdeburg, ist daher für uns ein optimaler Standort", resümiert Mathias Bertram, Gesellschafter von faktor m.

Auch die Schweizer SSM Schärer Schweiter Mettler AG "importiert" seit kurzem Gestaltungsleistungen aus Sachsen-Anhalt. Die Magdeburger Firma SCHROEDER + WENDT liefert für den Marktführer im Bereich der Spultechnologien für Textilmaschinen neue Iconssets sowie Farbkonzepte für die grafischen Benutzeroberflächen und analysiert die Benutzerführung. "Wir schätzen insbesondere das Einbringen von neuen Ideen und die Sichtweise aus einem anderem Blickwinkel", so Matthias Wicki, Softwareingenieur der SSM über die Zusammenarbeit. "Wichtig ist dabei, dass die Designer realistisch bleiben und sich in die Anwendung und das Umfeld hineindenken können."

Dass einem dies nicht zuletzt durch die gute Ausbildung am Fachbereich Ingenieurwesen und Industriedesign der Hochschule Magdeburg-Stendal mitgegeben wird, bekräftigen die Geschäftsführer der Hochschulsausgründung Matthias C. Schroeder und Reik Wendt. Auf internationalem Parkett bewegt sich auch Gordon Adler, Geschäftsführer der Designagentur transluszent. Sein Geschäftsmotto lautet: "In der Heimat bleiben und dennoch für Klienten auf der anderen Erdhalbkugel arbeiten." Das junge Unternehmen lieferte bisher mehr als zwei Dutzend Illustrationen für die auflagenstarke US-amerikanische Technik-Publikation "Popular Mechanics Magazine".

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