Rote Karten für die Gesundheitspolitik: Ärzte auf dem Deutschen Schmerztag verabschieden Resolution
Frankfurt (ots) -
Die mehr als 2000 Schmerzexperten auf dem Deutschen Schmerztag 2006 in Frankfurt haben sich der Berlin-Essener Resolution ihrer Berliner Kollegen angeschlossen. Die Teilnehmer dieses größten Fachkongresses seiner Art in Deutschland wollen damit von der Mainmetropole aus Ihre protestierenden Kollegen in Berlin unterstützen. Die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie gehört zu den Fachgesellschaften, die den Ärzteprotest von Anfang an unterstützt haben. Dem Protest schließt sich auch die Patientenorganisation Deutsche Schmerzliga an. »Patienten sind vor allem durch die geplante Bonus-Malus-Regelung im Arzneispargesetz betroffen«, warnt Harry Kletzko, Vizepräsident der Deutschen Schmerzliga. »Wir wenden uns gegen eine Listenmedizin, die sich nicht am therapeutischen Fortschritt, sondern ausschließlich an den Kosten orientiert«, so Kletzko weiter. Dies sei eine unzumutbare Bevormundung der Ärzte. Sorge bereitet der Patientenorganisation die ohnehin schon geringe Zahl spezialisierter schmerztherapeutischer Einrichtungen. »Die vorhandenen Schmerzpraxen und -ambulanzen reichen schon heute nicht aus, alle Schmerzpatienten, die eine spezielle Behandlung benötigen, zu versorgen. Durch die derzeitige Entwicklung werden Schmerztherapeuten gezwungen, sich aus der Versorgung zurückzuziehen, warnt Dr. Gerhard Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie.
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http://www.schmerz-therapie-deutschland.de/pages/presse/2006/PM-14_Pr otest_Resolution.pdf
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