Interdisziplinäre Schmerzkonferenzen: Ab April für Patienten nicht mehr verfügbar

    Oberursel (ots) - Vor einem Jahr verkündeten mehrere Ersatz- und Betriebskrankenkassen, dass Versicherte, die unter schwersten chronischen Schmerzen leiden, einen Anspruch darauf haben sollen, von Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen gemeinsam in einer so genannten Schmerzkonferenz untersucht zu werden. Danach beraten die Spezialisten die behandelnden Ärzte über weitere Therapiestrategien. Ein Vertrag mit der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS) stellte sicher, dass diese Konferenzen bundesweit in den über 100 Regionalen Schmerzzentren der DGS stattfinden können.

    Die neuen Leistungsverzeichnisse für Kassenpatienten, die am 1. April in Kraft treten sollen, enthalten diese Leistung nicht mehr. "Dies bedeutet, dass Patientinnen und Patienten, die zumeist viele Jahre lang vergeblich von Arzt zu Arzt gelaufen sind, ohne dass Ihnen geholfen wurde, kein Anrecht mehr auf diese Option haben", erklärt der Göppinger Schmerzmediziner Dr. Gerhard Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. Damit stehe ein wichtiges Instrument der Schmerzmedizin den schwerkranken Menschen nicht mehr zur Verfügung.

    Welche Folgen  für Schmerzpatienten die neuen Verzeichnisse noch haben sowie die Forderungen und Vorschläge der Fachgesellschaften und Patientenorganisationen stehen im Mittelpunkt einer Pressekonferenz.

    Schmerz- und Palliativmedizin vor dem Aus     Donnerstag, 17. Februar 2005 · 14.00 Uhr     Raum IV · Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz     Schiffbauerdamm 40 · 10117 Berlin

    Gesprächspartner von der "Koalition gegen den Schmerz" sind: Dr. Marianne Koch, Präsidentin der Deutschen Schmerzliga e.V., Dr. Gerhard Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzthrerapie e.V., Dr. Thomas Nolte, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. sowie betroffene Patienten.

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