Schmerz- und Palliativmedizin vor dem AUS
Einladung zur Pressekonferenz, 17.2.2005, Berlin

    Oberursel (ots) - In Deutschland leiden etwa 15 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen, etwa zwei Millionen haben schwer behandelbare "problematische" Schmerzzustände. Diese Patientinnen und Patienten benötigen eine Therapie in spezialisierten Einrichtungen. Darüber hinaus sterben 70 Prozent der Bürger in Kliniken oder Pflegeheimen, oft allein und unter Schmerzen. Dabei belegen Studien, dass 75 Prozent der Menschen zu Hause sterben können, wenn entsprechende palliativ- und schmerzmedizinische Versorgungssysteme vorhanden sind.

      Die moderne Schmerz- und Palliativmedizin verfügt über
wissenschaftlich begründete Diagnose- und Therapiekonzepte. Und
Patientinnen und Patienten haben einen Anspruch darauf, nach diesen
behandelt zu werden. Doch schon heute haben Schmerzpatienten
gravierende Probleme, eine sachgerechte Therapie zu finden, da
spezialisierte Einrichtungen fehlen und notwendige Diagnose- und
Behandlungsmethoden nicht in den Leistungsverzeichnissen für
Kassenpatienten enthalten sind.

    Wenn nun im April die neuen Verzeichnisse in Kraft treten, wird eine sachgerechte Schmerztherapie nach neuesten Erkenntnissen für Kassenpatienten nicht mehr verfügbar sein: Die Überarbeitung der Verzeichnisse haben Krankenkassen und Kassenärztliche Bundesvereinigung nämlich nicht genutzt, um die Versorgung dem Stand der Wissenschaft anzupassen. Vielmehr sorgen neue Beschränkungen dafür, dass die Patienten noch stärker ausgegrenzt und diskriminiert werden.  Die Versorgungsprobleme von Schmerzpatienten sowie die Forderungen und Vorschläge der Fachgesellschaften und Patientenorganisationen stehen im Mittelpunkt einer Pressekonferenz.

    Schmerz- und Palliativmedizin vor dem Aus     Donnerstag, 17. Februar 2005       14.00 Uhr     Raum IV     Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz       Schiffbauerdamm 40     10117 Berlin

    Ihre Gesprächspartner von der "Koalition gegen den Schmerz" sind: Dr. Marianne Koch, Präsidentin der Deutschen Schmerzliga e.V., Dr. Gerhard Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzthrerapie e.V., Dr. Thomas Nolte, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. sowie betroffene Patienten.

    Mit freundlichen Grüßen     Barbara Ritzert Pressestelle     Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie

Pressekontakt:

ProScience Communications GmbH Dipl. Biol. Barbara Ritzert Andechser Weg 17 82343 Pöcking Fon: 08157/9397-0 Fax: 08157/9397-97 info@proscience-com.de