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LBS-Studie belegt: Eigenheimbau entlastet auch den Miet-Wohnungsmarkt - NRW-Neubau noch zu gering
"Wohn-Riester-Förderung nicht mit Pauschal-Kritik gefährden" -

Eigenheime im Neubaugebiet. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/56890 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/LBS West"

Münster (ots) - Jedes neue Eigenheim verbessert die Wohnsituation von mehr als drei Haushalten. Durch "Umzugsketten" profitieren so auch einkommensschwächere Menschen von der Wohneigentumsförderung. Das ist das Ergebnis der LBS-Studie "Eigenheimbau schafft Mietwohnraum", die LBS-Chef Jörg Münning und Empirica-Vorstand Dr. Reiner Braun am Dienstag in Münster vorstellten. Das Forschungsinstitut Empirica hat dazu in Köln, Dortmund und Münster in über 500 Interviews qualitativ nachverfolgt, welche Wohnungen durch den Bezug eines Neubau-Eigenheims frei wurden. "Durchschnittlich werden in NRW jährlich 18.000 Eigenheime gebaut. Durch den 'Sickereffekt' verbessert sich jedoch die Wohnsituation von mindestens 60.000 Haushalten", bekräftigte Münning. Deshalb dürfe neben dem sozialen Wohnungsbau auch die Wohneigentumsförderung nicht vernachlässigt werden.

Impulse für den Wohnungsmarkt in NRW seien weiter notwendig, so die LBS. Derzeit werden in NRW jährlich rund 52.000 Neubauwohnungen in Ein- und Mehrfamilienhäusern erstellt. Nach Einschätzung unabhängiger Marktforschungsinstitute sind aber mindestens 75.000 erforderlich. Die Folge des knappen Angebotes: In acht der zehn größten NRW-Städte steigen insbesondere die Preise für neue Eigentumswohnungen deutlich.

In Münster werden für eine durchschnittliche 80-Quadratmeter-Neubau-Wohnung mittlerweile 4.500 Euro pro Quadratmeter fällig (häufigster Wert), das ist mehr als doppelt so hoch wie der NRW-Durchschnitt, der bei 2.225 Euro liegt. Es folgen Düsseldorf (3.900 EUR), Wuppertal (3.750 EUR), Köln (3.380 EUR), Bonn (3.250 EUR), Essen (3.055 EUR), Bochum (2.900 EUR), Bielefeld (2.700 EUR), Dortmund (2.300 EUR) und Duisburg (1.805 EUR).

Von einer flächendeckenden Immobilienblase geht die LBS nicht aus, unter anderem weil die Preisentwicklung der letzten zehn Jahre unter der Inflationsrate geblieben ist. "Aber örtliche Preisübertreibungen insbesondere bei neuen Eigentumswohnungen sind unverkennbar", so Münning.

Neben der notwendigen direkten Förderung kostengünstiger Mietwohnungen dürfe deshalb auch der Effekt des Eigenheimbaus nicht vernachlässigt werden. Dazu müssten zum einen die seit 1996 unveränderten Einkommensgrenzen der Wohnungsbauprämie angepasst werden, um insbesondere für junge Menschen wieder Anreize zum Vorsparen zu geben.

Zum anderen sei weiterhin eine verlässliche Eigentumsförderung notwendig. In der derzeitigen Kritik an der Riester-Rente werde häufig vergessen, dass Wohn-Riester völlig anders funktioniere als die übrigen geförderten Altersvorsorgeprodukte. Die Spar- und Tilgungsförderung sei hier hocheffizient und zahle unmittelbar in den Rentenbaustein "ersparte Miete" ein: Im Schnitt 420 Euro pro Monat - rund ein Drittel seiner Rente - hat der Durchschnittsrentner mehr zur Verfügung, wenn er keine Miete zahlen muss. Münning: "Sinnvoll wäre die Erweiterung der Verwendungszwecke von Riester-Mitteln um die energetische Modernisierung, denn ersparte Wohnnebenkosten können ebenfalls die Rentenlücke füllen." Allein die Kunden der LBS West haben bereits über 1 Mrd. Euro Riester-Guthaben angespart - Geld, das über kurz oder lang in Wohneigentum investiert wird.

Die Immobilienpreise 2016 von bundesweit 925 Städten und Gemeinden sind unter www.lbs-mfw.de abrufbar.

Die LBS West ist Teil der Sparkassen-Finanzgruppe und Marktführer in den Bereichen Immobilien, Finanzieren und Bausparen. Sie betreut in den eigenen Kunden-Centern sowie in den Sparkassen-Filialen in NRW und Bremen 2,1 Mio. Kunden mit 2,5 Mio. Bausparverträgen über eine Summe von 66 Mrd. Euro. Die Immobilientochter vermittelt allein in NRW jährlich über 10.000 Wohnimmobilien.

Die LBS West fördert das LBS-Kinderbarometer. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund werden dabei regelmäßig über 10.000 Kinder im Alter zwischen neun und 14 Jahren zu Familie, Schule, Politik und Wohnen befragt.

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