LBS West

LBS West erwartet Preissteigerungen am Bremer Wohnungsmarkt
empirica-Studie zu Kaufpreisen in Bremen
Finanzieren derzeit günstiger als Mieten

In Bremen lohnt sich Kaufen eher als Mieten. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/56890 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/LBS West"

Münster (ots) - Am Bremer Wohnungsmarkt ist Kaufen derzeit günstiger als Mieten. Das bestätigte die LBS Westdeutsche Landesbausparkasse am Mittwoch bei ihrer Pressekonferenz anlässlich der Fusion mit der LBS Landesbausparkasse Bremen AG. Durch die weiterhin geringe Neubautätigkeit und die steigende Nachfrage nach Wohneigentum rechnen die LBS-Experten jedoch mit Preissteigerungen.

Laut einer empirica-Studie im Auftrag der LBS West liege der mittlere Standardpreis für gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser in Bremen derzeit bei knapp 200.000 EUR. ("Mittlerer Standardpreis" bedeutet, 50 % aller Kaufpreisangebote sind jeweils höher bzw. niedriger als dieser Wert.) Im teuersten Stadtteil Schwachhausen werde die Hälfte aller inserierten Häuser für knapp 600.000 EUR angeboten. Standardpreise von mehr als 300.000 EUR finde man in den Stadtteilen Oberneuland, Borgfeld und Östliche Vorstadt,gefolgt von Horn-Lehe. Die niedrigsten Immobilienpreise werden in Gröpelingen angesetzt.

Gebrauchte Eigentumswohnungen seien eben-falls in den Stadtteilen Schwachhausen und Oberneuland am teuersten. Auch im Stadtteil Mitte liege der entsprechende Kaufpreis bei über 2.000 EUR/qm. Preise von unter 1.000 EUR/qm finde man dagegen nur in den Stadtteilen Blumenthal, Gröpelingen und Huchting. In Bremen insgesamt liege der Standardpreis für gebrauchte Eigentumswohnungen aktuell bei knapp 1.300 EUR/qm.

Dass sich die Investition in Wohneigentum lohnt, zeige sich beim Vergleich einer Mietwohnung mit einer Eigentumswohnung. "Aktuell ist es in der Stadt Bremen vorteilhafter, eine Wohnung zu kaufen anstatt zu mieten", so Jörg Münning, Vorstandsmitglied der LBS West. Für eine 75 qm große Eigentumswohnung in Bremen betrage die monatliche Standardmiete derzeit etwa 510 EUR. Die monatlichen Finanzierungskosten liegen nach Berechnungen der LBS West knapp 190 EUR unter den Mietkosten (s. Grafik).

Die Nachfrage nach Wohneigentum sei ungebrochen und es werde wieder mehr gebaut. Die Baugenehmigungen seien in 2013 im Land Bremen um 14,8 % auf 1.696 gestiegen. Der Neubau bewege sich aber immer noch auf niedrigem Niveau. Der überwiegende Teil der Nachfrage werde weiterhin auf dem Gebrauchtimmobilienmarkt befriedigt. Die Anzahl der Gebrauchtimmobilien-Käufe lag bei rund 10.200 - also etwa sechsmal so hoch wie die Baugenehmigungen.

Perspektivisch sei ein weiterer Aufschwung am Bremer Wohnungsmarkt spürbar. Als Gründe hierfür nennt die LBS West die hohe Lebensqualität der Hansestadt und den anhaltenden "Trend zurück in die Stadt". Die Wohnraumnachfrage wachse also weiter. Bei der geringen Neubautätigkeit führe dies jedoch zu Verknappungen des Wohnungsangebotes und damit zu steigenden Miet- und Kaufpreisen.

Die LBS-Experten rechnen für 2014 in Bremen mit Kaufpreissteigerungen in allen Segmenten. Für Baugrundstücke werde eine Preissteigerung von rund 14 % gegenüber 2013 prognostiziert, für neue Reihenhäuser immerhin +10 % und für neue Eigentumswohnungen +16 %. Für gebrauchte Eigenheime werde ein Plus von rund 4 % erwartet und für gebrauchte Reihenhäuser +6 %. Bei gebrauchten Eigentumswohnungen erwarten die LBS-Experten sogar eine Preissteigerung von 14 % wie bei den Neubauten.

"Diese Entwicklung macht deutlich, dass genau jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um in Wohneigentum zu investieren", so Münning. Die Wohneigentumsquote in Bremen sei mit 38 % im Bundesvergleich immer noch gering. Vor dem Hintergrund der niedrigen Zinsen und der nach wie vor erschwinglichen Hauspreise biete der Bremer Immobilienmarkt damit hohes Potenzial für das Bauspar- und Finanzierungsgeschäft. "Dennoch raten wir unseren Kunden in der aktuellen Niedrigzinsphase die ersparten Zinsen für eine ausreichende Tilgung zu nutzen, um das Risiko bei Auslauf der Zinsbindung zu verringern", so Münning weiter. Auf die Wohn-Riester-Förderung solle man dabei auf keinen Fall verzichten. Durch die gesetzlichen Neuerungen lasse sich Wohn-Riester jetzt noch flexibler in die Finanzierung der eigenen vier Wände einbinden.

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